- 29.03.2001, 12:04:22
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Kinopremiere für Film mit ORF-Beteiligung
Kurt-Mayer-Doku "Schwimmer in der Wüste" ab 30. März 2001 im Kino
Wien (OTS) - Im Wiener Künstlerhauskino feierte gestern, Mittwoch,
dem 28. März 2001, ein neuer österreichischer Dokumentarfilm seine
Kinopremiere: ORF-Kultur-Moderatorin Clarissa Stadler, Moderatorin
des Abends, präsentierte Kurt Mayers Kinodokumentation "Schwimmer in
der Wüste", die unter anderem mit Fördermitteln des ORF produziert
wurde. Der Film zeichnet das abenteuerliche Leben des bedeutenden im
Burgenland geborenen Wüstenforschers Graf László Almásy nach. Die
wahren Lebensspuren und die Abenteuer des "Englischen Patienten"
Almásy - Vorbild für den Oscar-gekrönten Hollywoodfilm mit Juliette
Binoche und Ralph Fiennes -, der mit dem Vater des Filmemachers Kurt
Mayer - dem legendären "Wochenschau"-Kameramann Rudi Mayer, im Jahre
1929 Ostafrika durchquerte, waren für den Sohn Vorwand und Skizze für
eine kritische Reise durch Männerwelten des 20. Jahrhunderts zwischen
Kairo, London und Wien. Navigation in den weiten Territorien der
Erinnerung - der Traum vom Fliegen, Dokumente des Krieges und einer
unerfüllten Liebe.
Ab Freitag, dem 30. März 2001, ist "Schwimmer in der Wüste" im Kino
zu sehen.
Die wahre Geschichte des "englischen Patienten" begann im
Südburgenland, auf Schloss Bernstein, wo er 1895 als Graf László Ede
Almásy - später Pilot, Schriftsteller, Afrikaforscher und Agent -
geboren wurde. Im Schloss selbst war László Almásy zu Lebzeiten meist
nur zu Gast, auf Besuch bei seinem Bruder Jánosz Almásy, um Geld für
seine Afrika-Expeditionen zu organisieren. Ein einzigartiges Dokument
fand sich in einer im Schloss verbliebenen Blechschachtel, die László
Almásy gehörte: der Film des österreichischen
"Wochenschau"-Kameramanns Rudi Mayer, der Almásy 1929 bei einer
Expedition mit Prinz Ferdinand von Liechtenstein durch Ostafrika
begleitete.
Kurt Mayer heftete sich für seinen Dokumentarfilm auf die Spuren
seines Vaters und recherchierte die abenteuerliche Geschichte des
Grafen Almásy, der im Zweiten Weltkrieg im Dienst der Nazis zwei
deutsche Agenten hinter die britischen Linien schmuggelte. Als
Afrikakenner und Ägypten-Spezialist - Almásy gründete 1936 die erste
ägyptische Segelflugschule - war er der vielleicht wichtigste
Verbindungsoffizier für Rommels Afrikacorps.
Auf die Frage, ob Kurt Mayer durch "Schwimmer in der Wüste" seinem
Vater näher gekommen sei, antwortete der Filmemacher: "Das ist eine
Frage, die man vielleicht nach der Ansicht des Films beantworten
kann. Der Film selbst ist die Antwort, und das war natürlich auch
mein Ziel. Für mich war die Frage, was in Menschen vorging, die in
den späten zwanziger Jahren durch Afrika fuhren und was heute in
einem vorgeht, wenn man durch dieses Land fährt; was haben die Männer
damals gesucht, was sucht man selbst? Dazu kam noch dieses wertvolle
Erbe, der Film meines Vaters von der Expedition und so machte es für
mich einfach Sinn, mich dem allem zu stellen."
"Schwimmer in der Wüste" ist eine Koproduktion von epo-film Wien und
kurt mayer-film Wien, in Zusammenarbeit mit Engstfeld Film Köln und
ARTE/WDR, hergestellt mit Unterstützung von ÖFI, ORF und WFF.
Entwickelt wurde das Projekt mit Unterstützung des Media Programms
der Europäischen Union.
Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Ruza Holzhacker
(01) 87878 - DW 14703
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