- 27.03.2001, 12:38:16
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Antoni zu Lehrerdienstrecht: Rasenmähermethode statt Bildungsoffensive
Wien (SK) "Die Regierung betreibt eine budgetpolitisch motivierte
Rasenmähermethode anstatt der angekündigten Bildungsoffensive",
kommentiert SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni am Dienstag im
Nationalrat die von Ministerin Gehrer ausgehandelten Änderungen im
Landeslehrerdienstrecht(LDG). "Dieses LDG trägt dazu bei, den von der
blau-schwarzen Regierung praktizierten Lehrerabbau zu unterstützen.
Antoni nannte auch Zahlen: 2.118 Planstellen werden im
Pflichtschulbereich eingespart - diese Maßnahmen seien allerdings
erst der Anfang, da 5000 bis 6000 Lehrer später ihre Tätigkeit
aufgeben müssten. Die Ankündigung der Regierung, Planstellen weniger
einsparen zu wollen bezeichnete Antoni als "blanken Hohn und reinsten
Zynismus gegenüber den Lehrern." Der SPÖ-Bildungssprecher kritisierte
auch den geplanten Sonderurlaub für ältere Lehrer, der ein früheres
Ausscheiden aus der pädagogischen Tätigkeit schmackhaft machen solle.
In Wirklichkeit aber werde dadurch aber kein einziger neuer Lehrer
eingestellt. ****
Antoni zeigte kein Verständnis dafür, dass "den Lehrern, anstatt
ihnen Dankbarkeit und Belobigung für ihre jahrzehntelange
pädagogische Tätigkeit zukommen zu lassen, auch noch die
Jubiläumsprämie gestrichen wird." Als zusätzliche Belastung kämen
noch die gekürzten Pensionen dazu. Antoni bezeichnete die Politik von
Blau-Schwarz als "Lehrer- und Lehrerinnenabbaupolitik" und warnte vor
einem massiven Qualitätsverlust im Unterricht und einer radikalen
Kürzung des Bildungsangebots. (Schluss) re
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
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