Hugh Hefner: Ich stehe auf alles, womit es im Bett besser ist

München (ots) - "Playboy"-Gründer gibt Antworten auf 75 indiskrete Fragen - Plädoyer für die sexuelle Freiheit der Frauen

Als dem Werbetexter Hugh Marston Hefner im Frühjahr 1953 beim "Esquire" die Forderung nach einer Gehaltserhöhung um fünf Dollar abgeschlagen wurde, kündigte er und gründete mit 8000 Dollar Startgeld das Magazin "Playboy". Heute erscheint der "Playboy" in einer Gesamtauflage von vier Millionen in 19 Ländern. Anläßlich seines 75. Geburtstages (9. April) antwortet der Vater der legendären Bunnys, der heute sieben Frauen zugleich liebt, in "seinem" Magazin auf 75 indiskrete Fragen und gibt Einblick in sein Seelenleben. Auf die Frage, welche Drogen er schon einmal ausprobiert habe, erwidert Hefner, er habe schon mal Marihuana genommen. "Im Vergleich zu meinen Freunden bin ich ziemlich straight. Aber ich stehe auf alles, womit es im Bett besser ist."

Zu seinen Erfahrungen mit Viagra berichtet der "Playboy"-Gründer, die Potenzpille mache einen nicht geil. Viagra steuere lediglich den Blutfluss, mache "ihn" steif. Es verhelfe zu einer Erektion, zu sexueller Leistungsfähigkeit und Ausdauer, die man sonst, "egal wie alt man ist", nicht hätte. Wenn man nicht geil sei, funktioniere es nicht. Keine Antwort weiß Hefner auf die Frage nach seinem verrücktesten sexuellen Erlebnis. Er habe zu viele gehabt. Doch dann erinnert sich der Mann mit dem Lebensmotto "Genieße das Leben und tue, was dir Spaß macht - Sex eingeschlossen" immerhin an einen bemerkenswerten Geburtstag in seinem Märchenschloss Mansion West in den Holmby Hills von Los Angeles: Es warteten 18 Playmates auf ihn.

Hefner hat nach eigenem Bekunden aber auch Phasen gehabt, wo er sich trotz aller Playmates einsam gefühlt hat. Als Brande - eine von drei Blondinen, mit denen er zwischen 1998 und 2000 liiert war - nach Hawaii gegangen sei, um in "Baywatch" mitzuspielen, sei es ihm eine Weile schlecht gegangen. Es sei überraschend für ihn gewesen, "wie sehr mich das runterzog". "Ich empfand die Trennung als starken Verlust." In dem Interview wird Hefner auch darauf angesprochen, dass er viele Frauen zu Millionären gemacht hat. Gefragt, ob ihn das nicht zu einem Feministen mache, antwortet der "Playboy"-Gründer: "In diesem Sinne bin ich sicher Feminist. Aber nicht nur, weil ich sie reich gemacht habe, sondern auch, weil ich sie sexuell befreit habe." Die Hauptnutznießer der sexuellen Revolution, an der "Playboy" maßgeblich beteiligt gewesen sei, seien die Frauen.

Jede Art der Freiheit sei wichtig, betont Hefner. "Ich finde, wenn man im persönlichsten Bereich seines Lebens nicht frei ist, ist man überhaupt nicht frei." Einer der größten inneren Widersprüche der Gesellschaft sei, "dass wir die Freiheiten preisen und gleichzeitig dazu neigen, uns gerade in den Lebensbereichen einzuschränken, wo wir am freiesten sein sollen".

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