• 22.03.2001, 14:47:08
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  • OTS0227 OTW0170

GLB für gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen=

Wien(OTS) - Nachdem nun die Zerschlagungs- und Ausverkaufspläne
in konkreter Form bekanntgeworden sind, ist "Feuer auf dem Dach" der
Bundesbahnen. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) in der
Gewerkschaft der Eisenbahner sieht seine schlimmsten Befürchtungen
bestätigt: "Der von ÖVP und FPÖ eingeschlagene Kurs bedeutet in der
letzten Konsequenz die völlige Zerschlagung dieses
volkswirtschaftlich wichtigen Unternehmens und die Verschleuderung
von Volksvermögen. Für die Gewerkschaft kann es in dieser Situation
nur mehr einen Weg geben: Die Anwendung aller zur Verfügung stehender
gewerkschaftlicher Kampfmittel, also auch des Streiks. Es gibt
keinen Verhandlungsspielraum mehr!" meint Johann Slamanig,
Vorsitzender des GLB in der GdE.

Den Regierungsplänen liegt eine Studie zugrunde, die von
VP-Verkehrssprecher Kukacka und den VP-Ministern Molterer und
Bartenstein in Auftrag gegeben wurde. Aber auch die FPÖ ist nicht
untätig, wenn es um die Zerschlagung der ÖBB geht. Sie hat nicht nur
eine entsprechende Privatisierungsstudie in der Schweiz in Auftrag
gegeben, sondern in Person von Ministerin Forstinger auch bereits
erste Vorstöße zur Zerschlagung und zum Ausverkauf unternommen. Einig
ist man sich, dass der Betrieb filetiert und dann in seinen
Einzelteilen ausverkauft werden soll. Wenn es auch
Meinungsunterschiede mit dem Management gibt, so sollen diese nicht
darüber hinwegtäuschen, dass der Vorstand unter GD Draxler bereits
intensiv an der Umsetzung der Privatisierungslinie arbeitet. Die Lage
des Unternehmens ist also mehr als ernst.

"Die Beschäftigten der ÖBB, aber auch die Bevölkerung - im besonderen
die Pendlerinnen - müssen sich bewusst sein, dass hier ein
volkswirtschaftlich bedeutender Betrieb zerschlagen und an private
Kapitalgruppen verschleudert werden soll. Wie man bereits an
Beispielen im Ausland, zum Beispiel Großbritannien, erkennen kann,
heißt das massenhafte Vernichtung qualifizierter Arbeitsplätze,
extreme Verschlechterungen im Leistungsangebot an die Kunden und
Verteuerung der Tarife. Es entspricht der erforderlichen
betrieblichen und gesellschaftlichen Verantwortung der
Gewerkschaften, wenn sie die Zerschlagungspläne konsequent
zurückweisen und bekämpfen. Wir treten dafür ein, dass die
Gewerkschaftsführung mit voller Härte zurückschlägt und unmittelbar
mit der Vorbereitung von Kampfmassnahmen beginnt!", sagt Johann
Slamanig.

Rückfragehinweis: Gewerkschaftlicher Linksblock

Pressestelle
Tel.: (01) 718 26 23
E-Mail: [email protected]

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