- 22.03.2001, 14:13:18
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Pittermann: Auch Schüssels Dreistigkeiten rechtfertigen keinesfalls unsoziale Ambulanzgebühren
Ambulanzgebühren sind patientenfeindlich
Wien (SPW) "Die gestrigen Aussagen des derzeitigen Bundeskanzlers,
in denen er die Parkgebühren im Hanusch Krankenhaus kritisiert hat,
entsprechen seiner üblichen Stilistik der zweifelhaften
Wahrheitsliebe - siehe die Ankündigung als drittstärkste Kraft auf
Bundesebene in Opposition zu gehen", kritisierte Wiens
Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann am Donnerstag
diesbezügliche Aussagen Schüssels bei einer Wahlkampfveranstaltung.
"Im Hanusch Krankenhaus gibt es keine bewirtschafteten Parkplätze und
daher auch keine Parkgebühren", stellte Pittermann klar.
Die Einführung der menschenfeindlichen Ambulanzgebühr durch das
Anprangern nicht existierender Park-Gebühren zu rechtfertigen, sei
jedenfalls "eine besondere Dreistigkeit". "Die Ambulanzgebühren sind
unsozial und patientenfeindlich. Diese Gebühren sind außerdem eine
Zumutung für das Spitalspersonal, dessen erste Priorität der Mensch
ist", stellte Pittermann fest. Der "kühle Rechner Schüssel" vergesse
wie üblich den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und
unterschätze die Intelligenz der Menschen. "Möglicherweise haben
diese falschen Anschuldigungen gegen das heimische Spitalswesen und
damit gegen die im System beschäftigten Menschen aber andere
Ursachen", vermutet Pittermann.
Zur Aussage von Minister Haupt, die Ambulanzgebühr vor ihrem
Außerkrafttreten neu zu beschließen erklärte Pittermann abschließend:
"Hier soll neuerlich ein Gesetz im Husch-Pfusch-Verfahren beschlossen
werden - die Begutachtung wird einmal mehr von der Regierung
umgangen." (Schluss) ar/sl
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