- 22.03.2001, 12:47:29
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Brauner: Wien bei Kinderbetreuung österreichweit an der Spitze!=
Wien auch bei Berufstätigkeit von Frauen am besten: Niedrigste Arbeitslosenrate und höchste Erwerbsquote
Wien, (OTS) "Kindergartenoffensive: JETZT" - forderte die
Nationalratsabgeordnete, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin, Andrea
Kuntzl, in einem Pressegespräch von der derzeitigen
Bundesregierung. Die Wiener Frauenstadträtin und Wiener SPÖ-
Frauenvorsitzende, Renate Brauner, nahm auf die
Kinderbetreuungssituation in Wien Bezug. "Wien liegt im
Österreichvergleich mit 40 Betreuungsplätzen pro 1000
EinwohnerInnen deutlich an der Spitze aller Bundesländer, Kärnten
hingegen ist mit 25 Betreuungsplätzen das absolute Schlusslicht",
zitierte Brauner aus Untersuchungen des Österreichischen
Statistischen Zentralamtes. Die von Kuntzl geforderte
Kindergartenoffensive soll mit 1,2 Milliarden Schilling jährlicher
Bundesförderung in den nächsten fünf Jahren die in Österreich noch
fehlenden 100.000 Kinderbetreuungsplätze schaffen.****
Utl.: Kinderbetreuung im Österreichvergleich: Wien vorne, Kärnten
Schlusslicht
Während in Wien 40 Betreuungsplätze auf 1000 EinwohnerInnen
kommen, sind dies in Oberösterreich nur 35, in Niederösterreich
33, in Salzburg 32, im Burgenland und in Tirol 30, in Vorarlberg
29, in der Steiermark 26. Mit nur 25 Plätzen pro 1000
EinwohnerInnen ist Kärnten eindeutiges Schlusslicht. Wien hat
somit die höchste Dichte an Kinderbetreuungsplätzen, Kärnten die
geringste. Will man alle Bundesländer auf "Wiener Standard"
heranführen (= 40 Plätze je 1.000 EinwohnerInnen), so müssten
zusätzlich ca. 60.000 Plätze geschaffen werden. 100.000
zusätzliche Plätze bedeuten im Bundesländerschnitt sogar 45 Plätze
je 1.000 EinwohnerInnen.
Insgesamt bietet Wien mit 63.826 Plätzen mit deutlichem
Abstand zu den anderen Bundesländern das größte
Kinderbetreuungsangebot, gefolgt von Niederösterreich mit 51.022
und Oberösterreich mit 48.035 Plätzen. "Bei den 3 bis 6jährigen
Kindern haben wir deutlich über 90 Prozent Deckungsgrad und bei
den unter-dreijährigen Kindern sind wir auf dem besten Weg dazu",
berichtete Brauner. Darüber hinaus stehe vor allem die
bedarfsgerechte Gestaltung, speziell im Bereich der Öffnungszeiten
im Mittelpunkt.
Kinderbetreuung sichert Eigenständigkeit und
Berufstätigkeit von Frauen
"Frauen wollen, wenn sie Familie haben, nicht auf den Beruf
verzichten. Sie wollen ein eigenständiges, unabhängiges Leben. Und
dazu gehören Jobs mit Zukunft, gleiche Einkommens- und
Aufstiegschancen aber auch bedarfsgerechte
Kinderbetreuungseinrichtungen", so Brauner an die Adresse der
Bundesregierung. Das österreichweit hervorragende Angebot von
Kinderbetreuung in Wien wirkt sich daher auch sichtbar auf die
Frauenerwerbstätigkeit aus: In Wien liegt die Frauenerwerbsquote
bei 63,1 Prozent und damit knapp drei Prozent über dem Bundeswert
(60,2 Prozent). Im Jahr 2000 waren 363.038 Frauen in Wien
unselbstständig erwerbstätig, mit einem deutlichen Abstand liegt
Oberösterreich mit 223.073 unselbstständigen Beschäftigten an
zweiter Stelle. Wien liegt mit 23 unselbstständig beschäftigten
Frauen je 100 EinwohnerInnen an der Spitze des österreichischen
Vergleichs.
"Darüber hinaus hat Wien die niedrigste
Frauenarbeitslosigkeitsrate: Im Vergleich zum Jahr 1999 sank die
Frauenarbeitslosigkeit 2000 um 15,2 Prozent", hob die Wiener
Frauenstadträtin hervor. In manchen Berufsgruppen ist der Rückgang
der Frauen-Arbeitslosigkeit besonders auffällig: Im Handel gibt es
ein Minus von 16,7 Prozent, in den technischen Berufen ein Minus
von 18,3 Prozent und bei den Büroberufen ging die Arbeitslosigkeit
um 19,8 Prozent zurück.
In Österreich ging die Arbeitslosigkeit von Frauen im
Vergleichszeitraum um lediglich 6,4 Prozent zurück. Wien hat somit
den stärksten Rückgang der Frauenarbeitslosigkeit in Österreich
und die niedrigste Arbeitslosenrate bei Frauen seit 10 Jahren.
Darüber hinaus bietet kein Bundesland mehr
Arbeitsmöglichkeiten als Wien, insbesondere für Frauen. 26 Prozent
aller Frauenarbeitsplätze in Österreich sind in Wien. Und: In Wien
sind nahezu ebenso viele Frauen beschäftigt wie Männer (363.038
Frauen, 407.622 Männer). "In Wien haben wir "halbe-halbe" am
Arbeitsmarkt nahezu verwirklicht. So ‚gleich’ ist das Verhältnis
in keinem anderen Bundesland", so der abschließende Vergleich
Brauners. (Schluss) kat
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
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Sonja Kato
Tel.: 4000/81 840 oder 0664/2209131
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