- 22.03.2001, 12:29:28
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Waneck: Hepatitis-C-Fonds startet
Plasmaspendeopfer können endlich entschädigt werden
Wien, 2001-03-22 (BMSG) - Mit Stolz gab heute FP-Staatssekretär
Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck gemeinsam mit dem Präsidenten der
Hepatitis Liga Österreich, Ingo Rezmann, den Start des Hepatitis-C-
Fonds bekannt. "Endlich können die Plasmaspendeopfer entschädigt
werden." *****
”In den 70er- und 80er-Jahren wurden hunderte freiwillige
Plasmaspender mit dem lebensbedrohenden Hepatitis C Virus infiziert.
Dies ist insofern tragisch, als diese Menschen ihren Dienst für die
Allgemeinheit mit einer oftmals unheilbaren Krankheit bezahlt
haben", erklärte Waneck. "Heute ist die Plasmaspende aufgrund
modernerer Methoden sicher", betonte Waneck. "Plasma spenden rettet
Leben! Niemand soll sich heute wegen der Vorkommnisse vor 20 Jahren
abschrecken lassen."
Unter den sozialistischen Regierungen bemühten sich die
Plasmaspendeopfer vergeblich um Kompensation. Mehr als 30
diesbezügliche Anfragen an Ex-Ministerin Hostasch wurden abgelehnt.
Da es höchste Zeit ist, diesen Menschen endlich zu helfen, die durch
ihre unverschuldete Krankheit oftmals berufsunfähig sind und daher
mit Existenzproblemen zu kämpfen haben, hat die Bundesregierung
diesen Fonds geschaffen", betonte Waneck.
Im Jahr 2001 sind daher im Gesundheitsressort 20 Millionen Schilling
für die Förderung des Fonds vorgesehen worden, berichtet Waneck, der
von einem nach Krankheitsstufen abgestuften Entschädigungsmodell
sprach. Die genaue Höhe der monatlichen Entschädigungen wird sich
auch nach der Anzahl der Betroffenen richten, für deren Zahl bisher
nur Schätzungen der Hepatitis Liga Österreich, aber keine exakten
Zahlen vorliegen. Im Gesundheitsressort geht man jedoch von rund 500
Personen aus.
Neben der Beteiligung des Bundes am Fonds wird mit Nachdruck die
Mitbeteiligung der Plasmaindustrie verhandelt, um ihre Verantwortung
gerecht zu würdigen. Weiters ist angestrebt, daß sich auch die
Länder am Fonds beteiligen. Dieses Thema wird bei der nächsten
Landesgesundheitsreferentenkonferenz angesprochen werden, berichtete
Waneck.
Für den Fonds kann übrigens auch gespendet werden. Die
diesbezügliche Kontonummer bei der Bank Austria lautet: 502-
865411/00.
"Auch wenn der Fonds in seiner heutigen Form nur ein Anfang ist, bin
ich froh, daß diesen bedauernswerten Menschen nach mehr als 20
Jahren nun endlich geholfen werden kann", schloß Waneck. (Schluß) mg
nnn bxf
Rückfragehinweis: BMSG - Bundesministerium für
soziale Sicherheit und Generationen
Martin Glier
Tel.: (01) 711 00/4619
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