21. März 2001 - "Internationaler Tag des Schlafes" - BILD (web)

Expertenrunde präsentierte Wissenswertes über den Schlaf

Wien (OTS) - Der "Internationalen Tag des Schlafes" ist eine Initiative der WWPSH (Worldwide Project on Sleep and Health) und der IFMHN (International Foundation for Mental Health and Neurosciences), und macht mit Aktionen in ganz Europa darauf aufmerksam, dass Schlaf kein notwendiges Übel ist, sondern Basis für Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen.

Im Planetarium Wien stellten heute namhafte Experten wie Univ. Prof. Dr. Göran Hajak von der Universitätsklinik Regensburg, Univ. Prof. Dr. Bernd Saletu von der Universitätsklinik AKH Wien, Univ. Doz. DDr. Michael Lehofer von der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz und Univ. Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien gesunden Schlaf und die Gefahren die Schlafstörungen nach sich ziehen, in den Mittelpunkt. Ziel der vom französischen Pharmakonzern Sanofi-Synthelabo gesponserten Veranstaltung war auch darauf aufmerksam zu machen, dass etwa 25 Prozent der Österreicher an Schlafstörungen leiden, und somit Schlafstörungen als Volkskrankheit eingestuft werden können. Die WHO führt Schlafstörungen und die Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden als ernstzunehmende Krankheit gleichwertig neben koronaren Herzkrankheiten, dem Diabetes mellitus oder dem Lungenkrebs auf.

Im Zuge der Pressekonferenz wurde auch eine neue Broschüre die Informationen, Tipps und Anleitungen für einen besseren Schlaf enthält vorgestellt. Die Informationsbroschüre liegt beim praktischen Arzt auf. Ein darin enthaltener Selbsttest gibt Auskunft über die eigene Schlafqualität.

Wer ausreichend schläft bleibt länger gesund. Die Grundeinstellung des Menschen zum Schlaf hat sich vielfach verändert. Viele betrachten den Schlaf als überflüssig, als verlorene Zeit, in der sie nicht aktiv sein können. Doch Schlaf ist nicht nur notwendig, sondern auch wertvoll. Univ.Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin der Universität Wien: "Unsere Studie über die Lebensqualität der Österreicher belegt, dass jene Menschen, die angeben gut zu schlafen, auch von einer besseren Lebensqualität sprechen. Leicht nachvollziehbar; fällt doch die Angst vor einer durchwachten Nacht weg und das Gefühl der Müdigkeit und manchmal auch Traurigkeit nach einer Nacht ohne Schlaf."

Über den Schlaf informieren, aufklären und fortbilden.
Univ. Prof. Dr. Göran Hajak von der Universitätsklinik Regensburg ist davon überzeugt, dass Erfolg und Gesundheit durch guten Schlaf gefördert werden: "Wer zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf pro Nacht braucht, unterliegt im Mittel einem geringeren Sterberisiko als diejenigen Menschen, die weniger oder mehr schlafen. Es kann fatale Folgen haben, wenn Betroffene nicht erkennen, dass ihr Schlaf krank ist, sie nicht ausreichend schlafen, ihr Schlaf nicht erholsam genug für sie ist oder zum falschen Zeitpunkt auftritt. Denn Nichterkennen ist vielfach mit Nichtbehandeln gleichzusetzen. Dies hat zur Folge, dass die bei 95% der Menschen einmal im Leben auftretenden, oft gut behandelbaren Schlafstörungen allzu leicht chronisch und damit schwer behandelbar werden."

Isabelle Racamier, Geschäftsführerin von Sanofi-Synthelabo Österreich: "Die Aufklärung und Fortbildung sowohl der Ärzteschaft als auch der Patienten und der Allgemeinbevölkerung ist uns ein wichtiges Anliegen, da neueren Studien zufolge, Ärzte nicht nach potentiellen Schlafproblemen fragen und die Patienten ihrerseits ihren Ärzten nicht davon berichten. Dies nennt die Weltgesundheitsorganisation ja als Hauptursache dafür, dass selbst schwere Schlafstörungen häufig unerkannt bleiben."

Übermüdung kann Katastrophen auslösen.
Tagesmüdigkeit, Stimmungsveränderungen und eine verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sind Folgeerscheinungen eines gestörten Schlafes. Die Betroffenen sind weniger leistungsfähig und häufiger krank, sie erleiden öfters als "schlafgesunde" Menschen Arbeits- und Autounfälle und haben insgesamt ein statistisch erhöhtes Sterberisiko. Unter der Beteiligung der Universität Regensburg wurde in Europa eine Sleep-EVAL Telefonumfrage zum Schlaf durchgeführt. Univ. Prof. Dr. Göran Hajak: "Fast die Hälfte der Patienten mit einer erhöhten Tagesmüdigkeit erleiden zum Teil lebensgefährliche Autounfälle."

Der Traum vom Schlaf und seine Mythen.
Jeder Mensch hat sein individuelles Schlafbedürfnis und benötigt unterschiedlich viel Schlaf. Wichtig ist es jedoch mit den Mythen rund um den gesunden Schlaf aufzuräumen. Prim. Univ. Doz. DDr. Michael Lehofer von der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz: "Dass Schlaf vor Mitternacht erholsamer sei, oder dass der Mensch mindestens acht Stunden Schlaf braucht, sind typische Fehlvorstellungen über den Schlaf. Wir wollen die Menschen zu einer aktiven und positiven Gestaltung des Schlafes auffordern. Dazu zählen Schlafhygiene und richtige Ernährung am Abend ebenso, wie Einschlafrituale oder psychologische
Entspannungsverfahren."

Wann ist der Schlaf krank?
Erhebliche Probleme verlorenen Schlaf nachzuholen haben Patienten, die an einer Insomnie, der medizinische Ausdruck für Schlaflosigkeit, erkrankt sind. Bei der Insomnie wird Schlaflosigkeit zu einer manifesten Erkrankung. Das Krankheitsbild der Insomnie beschreibt die Weltgesundheitsorganisation dahingehend, dass Ein- oder Durchschlafstörungen mehr als dreimal pro Woche über mehr als einen Monat auftreten müssen und Einbussen in der Tagesbefindlichkeit und Leistungsfähigkeit auftreten. Gesichert kranker Schlaf liegt also dann vor, wenn nicht nur die Nacht, sondern auch der Tag gestört ist.

Schlafstörungen, Österreichs heimliche Volkskrankheit.
Univ. Prof. Dr. Anita Rieder: "Etwa ein Viertel der Österreicher leidet unter Schlafstörungen. 84 Prozent der Betroffenen haben diese bereits seit über einem Jahr, in diesen Fällen kann man bereits von chronischen Schlafstörungen sprechen. Univ .Prof. Dr. Bernd Saletu, Universitätsklinik AKH Wien und Präsident der Österreichischen Schlafgesellschaft: "Erstaunlicherweise gaben nur 34 Prozent der Schlafgestörten an, mit ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben. Die Gründe dafür könnten darin liegen, dass Schlafstörungen nicht genügend ernst genommen werden, der Patient nicht danach gefragt wird, das Problem hinsichtlich einer psychischen oder organischen Störung nicht hinterfragt wird und auch gar nicht bekannt ist, dass man Schlaf objektiv und quantitativ messen kann."

Schlafstörungen sind ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eindeutig festgestellt, dass "ein gesunder Schlaf ein elementares Bedürfnis des Menschen ist" und "Schlafstörungen eine ernstzunehmende Erkrankung" darstellen können. Die für Ärzte seit 1991 weltweite richtungsgebende Internationale Klassifikation von Erkrankungen "ICD-10" der WHO führt Schlafstörungen daher als ernstzunehmende Erkrankungen gleichwertig neben so schwerwiegenden Krankheiten wie der koronaren Herzkrankheit, dem Diabetes mellitus oder etwa dem Lungenkrebs auf.

Schlaflosigkeit ist behandelbar.

Für etwa 60 Prozenzt der Menschen sind Schlafstörungen kein regelmäßiges Problem, sondern sie leiden dann und wann unter einer durchwachten Nacht. Verbringen sie mit Grübeln, liegen stundenlang wach und kämpfen sich durch den nächsten Tag. Wem alte Hausmittel und verhaltenstherapeutische Maßnahmen allein nicht den wohlverdienten Schlaf bringen, der kann auf einen modernen Wirkstoff zurückgreifen und die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft nützen. Sanofi-Synthelabo hat eine Substanz entwickelt, die im Gegensatz zu den herkömmlichen Schlafmitteln "nach Bedarf" statt kontinuierlich jede Nacht eingenommen werden kann. Zolpidem (Anmerkung für Fach-medien: in Österreich als IVADAL erhältlich) erfüllt dem Patienten den Wunsch nach einem Mittel, das bei Bedarf eingesetzt und wieder abgesetzt werden kann, ohne "Hang over" am nächsten Morgen und ohne Angst vor einer zu erwartenden Abhängigkeit haben zu müssen.

Internationaler Tag des Schlafes - Aktionen in Europa am 21. März 2001

Belgien "Meeting points" in fünf Bahnhöfen und in Schlafzentren,

Experten life im Radio, Hotline
Tschechien Radiodiskussionen, medizinisches, Symposium, PK

Deutschland Schlafexperten-Hotline
Ungarn Experten live im Radio
Italien Informationszelte in den fünf größten Städten Portugal Meeting points in Lissabon, Porto und Coimbra Slowakei öffentliche Meeting points, Pressekonferenz

auch Aktionen in Rumänien, Polen, Schweiz, Frankreich

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