Schieder kritisiert: Ferrero-Waldner mit militärischem Engagement der NATO rasch zur Hand

Wien (SK) Als "sehr eigenartig" bezeichnete der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Peter Schieder, die Tatsache, dass - obwohl die Außenminister der meisten NATO-Staaten in Bezug auf ein militärisches Engagement der NATO in Mazedonien sehr zurückhaltend seien - die Außenministerin des neutralen Österreichs mit Nachdruck zu erkennen gebe, dass sie ein Eingreifen der NATO für "möglich" halte, und auch andere Signale gebe, "die zeigen, dass sie mit militärischem Engagement der NATO rascher zur Hand wäre als Politiker aus NATO-Staaten", so Schieder am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Bemerkenswert ist aber ebenso die Tatsache, dass albanische Freischärler, die vor zwei Jahren noch als Helden galten, weil sich ihre Aktionen gegen Serbien richteten, jetzt als Terroristen bezeichnet werden", fügte Schieder hinzu. ****

"Natürlich ist die Lage außerordentlich kompliziert", so Schieder weiter, "aber es darf sich jeder bestätigt fühlen, der seit Jahren den Standpunkt vertritt, dass die Probleme am Balkan zu kompliziert sind, um einfach nur mit militärischer Intervention gelöst zu werden. Und dass ein Eingreifen der NATO oder anderer militärischer Kräfte zwar kurzfristig Probleme lösen kann, gleichzeitig aber neue Probleme schafft." Es stehe jedenfalls fest, dass politische und ökonomische Lösungen eindeutig an der Spitze der Lösungsmöglichkeiten stehen müssen, und dass man auch bei dem Standpunkt bleiben sollte, dass militärische Gewalt und terroristische Aktionen nicht zu Grenzveränderungen führen können und dürfen, schloss Schieder. (Schluss) hm/mm

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