Einvernehmliche Kürzung der Bezüge von Direktor Irsigler

Schausberger drängte auf rasche Bereinigung

Salzburg (OTS) - Rasch reagiert hat Landeshauptmann
Dr. Franz Schausberger als Aufsichtsratsvorsitzender
heute, Mittwoch, 21. März, auf Meldungen, wonach
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Manfred Irsigler von der
Salzburg AG noch eine ÖBB-Pension von ca. 100.000
Schilling beziehe. Er bat den Vorstandsdirektor
umgehend zu einer Aussprache, an der auch Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Eisl und
Landesrat Dr. Othmar Raus als weitere Aufsichtsräte
des Landes teilnahmen. Dabei wurde einvernehmlich eine
Kürzung der Bezüge mit sofortiger Wirkung vereinbart.
Im Einzelnen hielt der Landeshauptmann fest:

Bei der Verschmelzung der beiden Unternehmen SAFE und
Salzburger Stadtwerke mussten im Wege der gesetzlichen Rechtsnachfolge die Verträge der Vorstandsdirektoren
Irsigler und Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber
übernommen werden. Von Irsigler wurde bei seiner
Übernahme keine Information darüber gegeben, dass er
seit 1. September 1999 (Übernahme der
Vorstandsfunktion in den Stadtwerken) eine Pension der
ÖBB von ca. 100.000 Schilling im Monat bezieht.

Der Landeshauptmann betonte, dass - hätte man Kenntnis
vom Bezug dieser Pension gehabt - eine
Vertragsgestaltung vorgenommen worden wäre, die dem Manager-Dienstverträgegesetz entsprochen hätte, wonach
nämlich die Summe der Einkünfte nicht höher sein dürfe
als die des Landeshauptmannes, also etwa 200.000
Schilling.

Als Ergebnis der heutigen Aussprache wurde fixiert,
dass ab sofort der Unternehmensbezug von Direktor
Irsigler aus der Salzburg AG so gekürzt werde, dass
unter Einbeziehung all seiner Einkünfte die Obergrenze
nach dem Manager-Dienstverträgegesetz nicht
überschritten wird - das bedeutet eine Kürzung an die
100.000 Schilling im Monat.

Zur Prüfung der Rechtsgrundlagen für diesen Fall und
für ähnliche Fälle hat der Landeshauptmann darüber
hinaus unverzüglich den Auftrag gegeben, zu
untersuchen, ob gesetzliche Lücken bestehen, die eine
zusätzliche Pension nicht einbeziehen. Sollte sich das herausstellen, werde dem Landtag eine Novelle des Manager-Dienstverträgegesetzes vorgelegt werden,
schloss der Landeshauptmann.

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