ARBÖ: Frühjahrsmüdigkeit kann zum Verkehrsrisiko werden

Wien (ARBÖ) - Heute, am "Internationalen Tag des Schlafes", erinnern die ARBÖ-Verkehrsmediziner daran, dass Müdigkeit im Straßenverkehr zum Risiko werden kann. Vor allem im März und April tritt vermehrt die sogenannte "Frühjahrsmüdigkeit" auf, die zu gefährlichen Konzentrationsstörungen führen kann. Leider wird dies von vielen Fahrzeuglenkern unterschätzt. Der ARBÖ gibt Tipps, was Sie gegen die "Frühjahrsmüdigkeit am Steuer" tun können.

Die Frühjahrsmüdigkeit macht derzeit vielen Menschen zu schaffen, sie fühlen sich nicht so leistungsfähig, sind müde, ohne richtigen Antrieb, oft gereizt und seelisch nicht ausgeglichen. Die Ursachen dafür liegen im vergangenen Winter: Zu wenig frische Luft, zuviel Zeit in geheizten, schlecht gelüfteten Räumen verbracht, zu wenig Bewegung, zu wenig Sonnenlicht, zu wenig Vitamine zu sich genommen.

ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler: "Dazu kommt, dass der Körper mit dem Wechsel der Jahreszeit auch eine Art biologische Umstellung vornimmt, die besonders mit dem Hormonsystem zusammen hängt." Wer müde ist, sollte kein Fahrzeug lenken, denn man riskiert falsch zu reagieren, was fatale Fol-gen haben kann. Der ARBÖ-Verkehrsmedizinier weiter: "In wissen-schaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Reaktion von ermüdeten Personen jener von alkoholisierten gleicht. Tunnel-förmige Einengung des Blickfeldes, Wahrnehmungsirritationen und Halluzinationen sind die Folge von sehr starker Ermüdung. Schalt-fehler, unangemessen heftige Bremsmanöver und vor allem Blick-starre nehmen deutlich zu, verbunden mit falscher Einschätzung von Abständen und Geschwindigkeit."

Um dem Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken, hat der ARBÖ speziell für Fahrzeuglenker einige Tipps zusammengestellt:

  • Versuchen Sie möglichst sieben bis acht Stunden zu schlafen.
  • Duschen Sie morgens abwechselnd kurz warm und kalt, das regt den Kreislauf an.
  • Machen Sie vor Fahrtantritt einige Bewegungsübungen, damit regen Sie Ihren Kreislauf an.
  • Essen Sie vermehrt Obst und Gemüse, das erhöht die Vitalität und sichert eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen.
  • Essen Sie, wenn möglich, fünfmal am Tag kleinere Portionen. Das belastet den Körper weniger als drei große Mahlzeiten und versorgt ihn gleichmäßiger mit Energie.
  • Trinken Sie viel - mindestens zwei Liter täglich und am besten Kräutertees oder Mineralwasser.
  • Wann immer möglich genießen Sie die Sonne, denn Licht aktiviert.
  • Lüften Sie regelmäßig Ihr Auto. Schlechte Luft bewirkt eine mangelnde Sauerstoffversor-gung. Dabei besteht gerade beim Auto fahren ein erhöhter Sauer-stoffbedarf. Deshalb sollte im Auto auch möglichst nicht geraucht werden.

Abschließend erinnert der ARBÖ-Verkehrsmedizinier daran, dass das Trinken von Kaffee oder Energy Drinks nur eine subjektiv empfun-dene Frischheit bringt . Objektiv gesehen bleibt die Müdigkeit bestehen.

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