AK: Inflation treibt Mieten in die Höhe (2)

Ab Juli steigen die Kategoriemieten um 5,2 Prozent

Wien (AK) - Ab Juli steigen die Kastegoriemieten um rund 5
Prozent: Der Grund ist die an die Inflation gekoppelte Steigerung des Mietenindex. Inflationsbedingte Mehrkosten verursachen aber auch die Erhöhung des Hausverwalterentgelts und der Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge bei Genossenschaftswohnungen. Für eine durchschnittliche Kategorie-A-Wohnung von 70 Quadratmeter bedeutet dies Mehrkosten von 150 Schilling im Monat oder 1.800 Schilling im Jahr. AK Präsident Tumpel warnt, dass die Mietsteigerungen wieder in die Inflation eingehen. Um diese Spirale zu durchbrechen fordert Tumpel eine mietensenkende Reform des Mietrechts.

Die Kategoriemieten werden in Fünf-Prozent-Sprüngen angehoben: Wenn der Mietenindex (der an die Inflationsrate gekoppelt ist) diese Hürde überspringt, schlägt die Erhöhung auf die Mieten durch. Dieser Schwellenwert wurde im Februar erreicht, daher werden der im Mai die neuen Kategoriewerte vom Justizministerium verlautbart werden. Die fünfprozentige Steigerung (exakt um 5,2 Prozent) wird bei Neuvermietungen ab Juni, für bestehende Mietverträge ab Juli wirksam werden.

Die Kategoriemieten netto ab Juli (in Schilling pro Quadratmeter):

Kategorie derzeit neu
A 34,50 36,30
B 25,90 27,20
C 17,20 18,10
D 17,20 18,10

Gleichzeitig steigen damit auch die Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge und die Entgelte für die Hausverwaltungen, die an die Kategorie-A-Wert gebunden sind. Allein die Hausverwalter bekommen für eine durchschnittliche Wohnung von 70 Quadratmeter um 11 Schilling pro Monat mehr.

Insgesamt wird ein Haushalt in einer durchschnittlichen Kategorie-A-Mietwohnung (70 Quadratmeter) allein heuer noch mit 900 Schilling mehr belastet. Tumpel kritisiert, dass wegen der inflationstreibenden Belastungspakete der Bundesregierung die Indexsteigerung um ein halbes Jahr früher kommt. Von den derzeit 2,6 Prozent Inflationsrate im Februar bezeichnet Tumpel ein Viertel als "hausgemacht": "Dafür trägt die Regierung mit ihren Belastungspaketen die Verantwortung." Die Erhöhung von Kfz-, Versicherungs- und Tabaksteuer, die Stromsteuer, Gebührenerhöhungen, die teurere Vignette gehen nach Berechnungen der AK mit 0,63 Prozentpunkten in die Inflationsrate ein. Die deshalb um rund ein halbes Jahr früher kommende Erhöhung der Mieten allein kostet die österreichischen Mieter rund 1 Milliarde Schilling.

Da die Mieten wieder in die Inflationsrate eingehen, warnt Tumpel vor einem Weitertreiben der Inflationsspirale und fordert eine Reform des Mietrechts, damit Wohnen billiger wird.

(Forts. mögl.)

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