Verbund-Betriebsräte protestieren

Verschlechterungen bei Kollektivvertrag und Sozialleistungen drohen

Wien (GMT/GPA/ÖGB). Die Betriebsräte des Verbundkonzerns protestieren heute, 20. 3. 2001, anlässlich der Aktionärs-Hauptversammlung des Verbundkonzerns gegen drohende Änderungskündigungen mit Verschlechterungen in Kollektivverträgen und gegen die Beschneidung von betrieblichen Sozialleistungen im Unternehmen.++++

"Die Leistungskraft und die Stärke eines Konzerns wird maßgeblich von der Kreativität und der Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter getragen. Wir lehnen es ab, dass eine Kostensenkungsstrategie weiter allein auf dem Rücken der Mitarbeiter betrieben wird", heißt es in einem Flugblatt, das heute an die Aktionäre verteilt wird.

Konkret protestieren die Betriebsräte gegen drohende 1.300 Änderungskündigungen mit kollektivvertraglichen Verschlechterungen und die Kürzung von Sozialleistungen in großem Ausmaß (2.400 Betroffene).
Die Betriebsräte weisen darauf hin, dass sie in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen des Managements mitgetragen hätten, um dem Unternehmen eine Zukunft zu sichern. Mit den nun drohenden Verschlechterungen für die Mitarbeiter sei jedoch eine Schmerzgrenze erreicht, die nicht mehr akzeptabel sei.

Die Betriebsräte wiesen außerdem darauf hin, dass der Konzern im Jahr 1993 zwei Vorstände mit 5.500 Mitarbeitern hatte, heute habe der Konzern nur noch 3.200 Mitarbeiter, jedoch vier Vorstände. Während sich die Aufwendungen für alle Mitarbeiter deutlich verringerten, stiegen die Aufwendungen für die Vorstände seit 1997 um ca. 70 Prozent.

Mit ihrer heutigen Aktion wollen die über 100 Betriebsräte aus ganz Österreich bei den Verbund-Aktionären Verständnis für ihre Anliegen erreichen und weisen darauf hin, dass nur ein Unternehmen mit einsatzbereiten und zufriedenen Mitarbeitern auch die entsprechenden Gewinne erzielen kann. (hk)

ÖGB, 20. März 2001
Nr. 221

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