• 19.03.2001, 12:47:10
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  • OTS0146

Seitner zu FP-Wahlkampf: Das Maß ist voll

Mit Nazi ähnlicher Diktion werden letzte Tabus von F gebrochen

Wien (OTS) - Als schockierend und weit jenseits des demokratischen
Spektrums bezeichnete heute Montag der Geschäftsführer des Wiener
Integrationsfonds Hannes SEITNER die jüngsten Auswüchse des FP
Wahlkampfes in Wien. Seitner: "Mit einer Nazi ähnlicher Diktion
werden jetzt offensichtlich die letzten Tabus gebrochen". Der WIF-
Chef bezog sich in diesem Zusammenhang insbesondere auf die neu
affichierten Wahlplakate, wo unmissverständlich Ausländer neben
Kriminalität plakatiert wurde sowie auf die Aussagen des FP
Gemeinderates Nikolaus Amhof bei einer Wahlkampfveranstaltung im 9.
Bezirk. Amhof hatte dort erklärt, dafür Sorge zu tragen dass der 9.
Bezirk ausländerfrei wird. SEITNER wörtlich: "Angesichts einer
solchen Sprache, bei der Amhof offensichtlich bewusst beim III. Reich
Anleihe genommen hat, laufen einem die kalten Schauer über den
Rücken. Der WIF-Chef forderte die sofortige Ablöse des FP
Gemeinderates. Als skandalös bezeichnete SEITNER auch die Statements
des mittlerweile wieder zurückgetretenen FP Wahlkampfers Schuhmann,
über die Tatsache ,dass er sich in einer brauen Partei wohl fühle.

Der WIF-Chef begrüßte daher ausdrücklich Initiativen, wie die von
SOS-Mitmensch zur internationalen Beobachtung des Wiener Wahlkampfes.
Für ihn, SEITNER, sei es jedenfalls ein ungeheurer Skandal, dass eine
Partei, die ganz gezielt mit Ausländerhass und Antisemitismus in
einer dem Ditten Reich ähnlicher Sprache Politik macht, noch immer
Regierungsverantwortung hat.

Zu Gewalttätigkeit animierende SMS aus dem Umfeld der F

Offiziell habe, so der WIF Geschäftsführer weiter, die FPÖ zwar
versucht, sich mit ihrer Spitzenkandidatin einen etwas seriöseren
Anstrich zu geben. Diese Spitzenkandidatin habe allerdings erst vor
kurzem wieder ihre zutiefst rassistische menschenverachtende
Einschätzung, dass Schwarzafrikaner aggressiv seien im online chat
mit einer Tageszeitung argumentiert, betonte SEITNER. Der Gipfelpunkt
seien jedoch Haiders übelste Beschimpfungen und zutiefst
antisemitischen Anwürfe gegen den Präsidenten der israelitischen
Kultusgemeinde Dr. Ariel Muzikant gewesen. Die Rede Haiders, so
SEITNER, brauche keinen Vergleich mit den Hetzreden während der
Nazidiktatur vor 60 Jahren zu scheuen.

Für den WIF-Chef ebenso so erschütternd, vor allem aber gefährlich
sei das, was sich Umfeld der FPÖ abspiele. Wie in einem
österreichischen Wochenmagazin neulich veröffentlicht, hat ein
Mitarbeiter eines F nahen Institutes nicht nur fremdenfeindliche,
sondern zu Gewalttätigkeit animierende SMS unter anderem mit
folgendem Wortlaut verschickt:" Neulich war ich in Türkei, Ali rennt
an mir vorbei. Ali hat nix Kleid nix Schuh, labbert mich mit türkisch
zu. Ich verhandle Ali tot, Ali nun in Fladenbrot." .....

Seitner: Diese Art von Politik muss immer wieder öffentlich an den
Pranger gestellt werden

Der WIF-Geschäftsführer zusammenfassend: "Der Regierungspartner,
allen vor Bundeskanzler Dr. Schüssel sollte endlich aufwachen, denn
das Maß ist mehr als voll. Jede Aktion, jede Maßnahmen, die die
Menschen aufrüttle und diese Art von Politik immer wieder lautstark
an den Pranger stellt ist daher nur zu unterstützen." Als in diesem
Sinne beispielgebend nannte SEITNER abschließend die Freitag
Kundgebung "Gleiches Recht für Alle" aber auch die Initiative "was
ist schon normal" von SOS Mitmensch zur Beobachtung des Wiener
Wahlkampfes durch internationale ExpertInnen. gph/schluss

Rückfragehinweis: Gaby Philipp, Pressereferentin des
Wiener Inmtegrationsfonds:
Tel.: 4000/81547
e-mail:g.philipp@wif.wien.at

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