Petrovic kritisiert katastrophal niedrigen Frauenanteil in WU-Spitzenpositionen

Protestaktion zu frauenfeindlichem Besetzungsverfahren

Wien (OTS) - Die Frauensprecherin der Grünen, Madeleine Petrovic, stellte anlässlich dieser Aktion fest, dass "schwarz auf weiß belegbar ist, dass Sexismus und Frauenfeindlichkeit männlicher Professoren an der WU stattfindet und Haltungen vertreten werden, die klar rechtswidrig sind". Etwa wenn Prof. Griller meint, dass er nicht der Meinung sei, dass 'im Fall einer Ex-aequo-Reihung von Männern und Frauen ein kategorisches Bevorzugungsgebot für weibliche Bewerber zu beachten wäre'. "Diese Rechtsmeinung widerspricht eindeutig dem Bundes-Gleichbehandlungsgesetz sowie dem Art. 7 Bundesverfassung", so Petrovic.
Die Folge solcher Vorgangsweisen, die nicht nur in diesem Fall vorkommen, ist am Frauenanteil an der WU in Spitzenpositionen abzulesen: 2 von 73 Professoren sind weiblich (2,7%). Diese Quote stagniert seit Jahren. Der Frauenanteil im Mittelbau ist von 1999 auf 2000 sogar gesunken und beträgt 28,8%. An etlichen Instituten der WU gibt es im wissenschaftlichen Bereich ausschließlich Männer: Etwa BWL des Außenhandels, Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen. Von 33 Institutsvorständen sind 32 Männer.
"Diese Zustände sind katastrophal", kritisiert Petrovic. Effektive Maßnahmen, die das offensichtlich wunderbar funktionierende 'Old-Boys-Network' zugunsten einer gleichstellungsorientierten Personalbesetzung verändern, sind dringend erforderlich. "Von Universitätsprofessoren muss erwartet werden, dass sie sich an geltende Gesetze halten", so Petrovic abschließend.

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