• 15.03.2001, 11:03:18
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  • OTS0121

Greenpeace Aktion: Schiff mit Gentech-Soja in Oberösterreich weiter blockiert

Greenpeace enttäuscht über Untätigkeit von Minister Haupt

Aschach (OÖ)/Wien (OTS) - Die gestern Nachmittag gestartete
Greenpeace- Blockade eines Frachtschiffes mit Gentechnik-Soja bei
Aschach an der Donau in Oberösterreich bleibt weiterhin aufrecht. 25
Aktivisten haben trotz Kälte und Regen die Nacht über am Schiff
ausgeharrt. Erste Verhandlungen zwischen Greenpeace und der
Empfängerfirma der Soja-Ladung Garant verliefen ergebnislos. "Die
Futtermittelindustrie glaubt offenbar, die Sorgen der Österreicher
bezüglich Gentechnik ignorieren zu können," kritisierte
Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. "Wir sind besonders enttäuscht
vom völligen Schweigen des für Gentechnik zuständigen Ministers
Haupt. Es ist für uns unverständlich, dass Haupt als
Oppositionspolitiker sich im Vorfeld des Gentechnik-Volksbegehrens
ein Importverbot von Gentechnik-Soja gewünscht hat und sich heftigst
gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ausgesprochen
hat - und nun findet er die drohende Gentechniklawine bei
Futtermitteln nicht einmal eine Reaktion wert. Wir fordern Minister
Haupt auf, seine Verantwortung ernst zu nehmen und rasch ein
Importverbot zu veranlassen!"

Greenpeace wies die Äußerung von Garant Geschäftsführer Henöckl, es
gäbe keine Alternativen zur Gentechnik-Soja, entschieden zurück.
Schuster: "Garant versucht sich hinter falschen Behauptungen zu
verschanzen. Sowohl in Österreich als auch in anderen Ländern wie in
Nord- und Südamerika wird Gentechnik-freie Soja angebaut."

Der Anlass für die Greenpeace-Aktion ist die rasante Zunahme von
Gentechnik-Soja in Folge des Ersatzes von Tiermehl durch Soja in
Tierfuttermitteln. Schuster weiter: "Der Anbau von Gentechnik-Soja
ist in der ganzen EU verboten, aber die Verfütterung von Gentechnik-
Soja aus den USA in der Tiermast soll unbedenklich sein? Gentechnik
ist eine Risikotechnologie, die von der Bevölkerung abgelehnt wird.
Nach den letzten Skandalen in der Landwirtschaft wie BSE und
Antibiotika fragen wir uns: Muss auch noch beim Einsatz der
Gentechnik ein Desaster passieren, bevor die Politiker und die
Industrie endlich aufwachen?"

Rückfragehinweis: Weitere Informationen und Fotos:

DI Herwig Schuster,
Greenpeace Österreich vor Ort in Oberösterreich,
Tel: 0664-4319214
Mag. Nina Thüllen,
Greenpeace Österreich ebenfalls vor Ort,
Tel: 0664-1251991
Matthias Schickhofer, Pressestelle Greenpeace Österreich in OÖ,
Tel.: 0676-7309786

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

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