Greenpeace Aktion: Schiff mit Gentech-Soja in Oberösterreich weiter blockiert

Greenpeace enttäuscht über Untätigkeit von Minister Haupt

Aschach (OÖ)/Wien (OTS) - Die gestern Nachmittag gestartete Greenpeace- Blockade eines Frachtschiffes mit Gentechnik-Soja bei Aschach an der Donau in Oberösterreich bleibt weiterhin aufrecht. 25 Aktivisten haben trotz Kälte und Regen die Nacht über am Schiff ausgeharrt. Erste Verhandlungen zwischen Greenpeace und der Empfängerfirma der Soja-Ladung Garant verliefen ergebnislos. "Die Futtermittelindustrie glaubt offenbar, die Sorgen der Österreicher bezüglich Gentechnik ignorieren zu können," kritisierte Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. "Wir sind besonders enttäuscht vom völligen Schweigen des für Gentechnik zuständigen Ministers Haupt. Es ist für uns unverständlich, dass Haupt als Oppositionspolitiker sich im Vorfeld des Gentechnik-Volksbegehrens ein Importverbot von Gentechnik-Soja gewünscht hat und sich heftigst gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ausgesprochen hat - und nun findet er die drohende Gentechniklawine bei Futtermitteln nicht einmal eine Reaktion wert. Wir fordern Minister Haupt auf, seine Verantwortung ernst zu nehmen und rasch ein Importverbot zu veranlassen!"

Greenpeace wies die Äußerung von Garant Geschäftsführer Henöckl, es gäbe keine Alternativen zur Gentechnik-Soja, entschieden zurück. Schuster: "Garant versucht sich hinter falschen Behauptungen zu verschanzen. Sowohl in Österreich als auch in anderen Ländern wie in Nord- und Südamerika wird Gentechnik-freie Soja angebaut."

Der Anlass für die Greenpeace-Aktion ist die rasante Zunahme von Gentechnik-Soja in Folge des Ersatzes von Tiermehl durch Soja in Tierfuttermitteln. Schuster weiter: "Der Anbau von Gentechnik-Soja ist in der ganzen EU verboten, aber die Verfütterung von Gentechnik-Soja aus den USA in der Tiermast soll unbedenklich sein? Gentechnik ist eine Risikotechnologie, die von der Bevölkerung abgelehnt wird. Nach den letzten Skandalen in der Landwirtschaft wie BSE und Antibiotika fragen wir uns: Muss auch noch beim Einsatz der Gentechnik ein Desaster passieren, bevor die Politiker und die Industrie endlich aufwachen?"

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