Architektur-Diskussion: Faymann zeigte Kompetenz und Innovationskraft

Görg unter Dauerbeschuss - FP-Prinz erntete zurecht Buh-Rufe

Wien (SPW) Als sehr aufschlussreich erwies sich die gestrige von Standard und der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten unter der Moderation von Ute Woltron veranstaltete Podiumsdiskussion zwischen Architekten und Politikern zum Thema "Braucht Wien neue Architektur?" im Haus der Musik. Wohnbaustadtrat Werner Faymann beweis dabei einmal mehr Kompetenz und Innovationskraft. Der soziale Wohnbau, für den Wien weltweit berühmt sei, stelle auch ein ausgezeichnetes Betätigungsfeld für junge ArchitektInnen und hochkarätige, moderne Architektur dar, so Faymann. "Bei Donaucity und Gasometer wurde diesbezüglich schon vieles erreicht. Dennoch gilt es, zukünftig noch einen Gang zuzulegen!", stellte Faymann fest und bekannte sich gleichzeitig absolut zum freien und fairen Wettbewerb zwischen allen ArchitektInnen.****

Politik habe hier die primäre Aufgabe, ArchitektInnen zu unterstützen, zu fördern und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich moderne und mutige Architektur entwickeln kann, so Faymann weiter. Faymann und - mit Ausnahme der FPÖ - auch alle anderen Teilnehmer der Diskussion waren sich einig: Ja, Wien braucht neue, moderne und mutige Architektur! Die Vergabe von Aufträgen muss gerechter und transparenter werden. Und vor allem: Junge ArchitektInnen müssen verstärkt Chancen und finanzielle Unterstützungen bekommen.

Unter schweren Beschuss von allen Seiten geriet wiederholt Planungsstadtrat Bernhard Görg. Einer der Kritikpunkte war das Debakel rund um die Auftragsvergabe bei den Wiener Messen - Görg bestritt die Versäumnisse auch gar nicht, versprach Besserung und stellte gleichzeitig fest, dass auch zukünftig immer wieder Fehler passieren würden. Vor allem junge ArchitektInnen beschwerten sich, dass sämtliche Planungsaufträge unter wenigen stadtbekannten Architekturbüros aufgeteilt würden, junge ArchitektInnen jedoch kaum zum Zug kämen.

Alexandra Bolena vom LIF und Christoph Chorherr von den Grünen wirkten zwar sehr engagiert, Bolena ließ aber schon bald Sachkompetenz vermissen. Und Chorherr verwechselte das Podium scheinbar mit einer Kabarettbühne. Von mehreren Seiten wurde den Grünen dann auch "Unredlichkeit" bescheinigt, da sie ihre Standpunkte immer dem jeweiligen Publikum anpassen würden.

Die peinlichste Vorstellung boten allerdings wieder einmal die Freiheitlichen, diesmal durch Stadtrat Walter Prinz vertreten. Denn dieser sprach sich gleich zu Beginn für Architektur-Ghettos und gegen ein "kunterbuntes" Stadtbild aus. Moderne Architektur sei nichts anderes als eine "Mode", die Erhaltung der alten "Grätzel" sei wichtiger. Wer Dummheit spricht, wird Buh-Rufe ernten - FP-Prinz machte da keine Ausnahme. (Schluss)kh

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