ÖAMTC fordert schwefelarmen Kraftstoff ab 2002

Umweltverbesserung nicht auf Kosten der Konsumenten

Wien (OTS) - Der ÖAMTC fordert die vorgezogene, österreichweite Versorgung mit schwefelarmem Kraftstoff. Laut EU-Richtlinie ist erst ab 1.1. 2005 eine Absenkung des Schwefelgehalts bei Benzin auf ein Drittel und bei Diesel sogar auf ein Siebentel der jetzigen Grenzwerte vorgeschrieben. Der Club fordert aber im Interesse der Umwelt eine möglichst rasche Einführung schon ab nächstem Jahr.

"Aktuelle Praxistests mit schwefelarmem Kraftstoff zeigen, dass sowohl bei älteren als auch neuen Fahrzeugen der Schadstoffausstoß unmittelbar um 40 Prozent reduziert werden kann. Bei Diesel wird zusätzlich die Partikelemission um bis zu 30 Prozent verringert", erklärt Karl Obermair, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Abgesehen von den sofort erzielbaren Verbesserungen hängen alle zukunftsweisenden Entwicklungen in der Schadstoffreduktion vom schwefelarmen Kraftstoff ab. Echte Quantensprünge, wie etwa der Partikelfilter und der Denox-Kat beim Diesel, sind ohne Schwefelreduktion undenkbar."

Während schwefelarmer Kraftstoff in Österreich nur in der Qualität Super Plus, also für ein Marktsegment von weniger als 3 Prozent, angeboten wird, ist uns Deutschland in Sachen umweltfreundlichem Sprit einen großen Schritt voraus: Mit 1.11.2001 soll schwefelarmer Kraftstoff in allen vier Qualitäten (Normal, Eurosuper, Super Plus und Diesel) flächendeckend angeboten werden.

Laut Angaben der Mineralölwirtschaft kostet die Produktion schwefelarmen Kraftstoffs um 20 Groschen mehr je Liter. Obermair:
"Angesichts von Milliarden Rekordgewinnen der Ölmultis ist es mehr als zumutbar, eine ohnedies verpflichtende Investition in Entschwefelungsanlagen im Interesse der Umwelt schon jetzt zu tätigen. Jedenfalls darf die Produktion schwefelarmen Kraftstoffs nicht zum Vorwand genommen werden, die Nettopreise zu erhöhen oder gar an der Mineralölsteuerschraube zu drehen. Denn europaweite Qualitätsverbesserungen, die alle EU-Länder betreffen, ändern nichts am mittelfristigen Ziel, die österreichischen Nettopreise auf EU-Niveau abzusenken."

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