- 14.03.2001, 11:17:19
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ÖAMTC fordert schwefelarmen Kraftstoff ab 2002
Umweltverbesserung nicht auf Kosten der Konsumenten
Wien (OTS) - Der ÖAMTC fordert die vorgezogene, österreichweite
Versorgung mit schwefelarmem Kraftstoff. Laut EU-Richtlinie ist erst
ab 1.1. 2005 eine Absenkung des Schwefelgehalts bei Benzin auf ein
Drittel und bei Diesel sogar auf ein Siebentel der jetzigen
Grenzwerte vorgeschrieben. Der Club fordert aber im Interesse der
Umwelt eine möglichst rasche Einführung schon ab nächstem Jahr.
"Aktuelle Praxistests mit schwefelarmem Kraftstoff zeigen, dass
sowohl bei älteren als auch neuen Fahrzeugen der Schadstoffausstoß
unmittelbar um 40 Prozent reduziert werden kann. Bei Diesel wird
zusätzlich die Partikelemission um bis zu 30 Prozent verringert",
erklärt Karl Obermair, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.
"Abgesehen von den sofort erzielbaren Verbesserungen hängen alle
zukunftsweisenden Entwicklungen in der Schadstoffreduktion vom
schwefelarmen Kraftstoff ab. Echte Quantensprünge, wie etwa der
Partikelfilter und der Denox-Kat beim Diesel, sind ohne
Schwefelreduktion undenkbar."
Während schwefelarmer Kraftstoff in Österreich nur in der Qualität
Super Plus, also für ein Marktsegment von weniger als 3 Prozent,
angeboten wird, ist uns Deutschland in Sachen umweltfreundlichem
Sprit einen großen Schritt voraus: Mit 1.11.2001 soll schwefelarmer
Kraftstoff in allen vier Qualitäten (Normal, Eurosuper, Super Plus
und Diesel) flächendeckend angeboten werden.
Laut Angaben der Mineralölwirtschaft kostet die Produktion
schwefelarmen Kraftstoffs um 20 Groschen mehr je Liter. Obermair:
"Angesichts von Milliarden Rekordgewinnen der Ölmultis ist es mehr
als zumutbar, eine ohnedies verpflichtende Investition in
Entschwefelungsanlagen im Interesse der Umwelt schon jetzt zu
tätigen. Jedenfalls darf die Produktion schwefelarmen Kraftstoffs
nicht zum Vorwand genommen werden, die Nettopreise zu erhöhen oder
gar an der Mineralölsteuerschraube zu drehen. Denn europaweite
Qualitätsverbesserungen, die alle EU-Länder betreffen, ändern nichts
am mittelfristigen Ziel, die österreichischen Nettopreise auf
EU-Niveau abzusenken."
Rückfragehinweis: ÖAMTC-Pressestelle/Stefan Skrabal
Tel.: (01) 711 99-1203
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