"Vera": Stellungnahme der Firma HofPower TV Produktionen GmbH. zu "profil"-Bericht

Wien (OTS) - In der Ausgabe 11/2001 vom 12. März berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" mit Hinweis auf dem Titelblatt ("Betrug bei Vera") ab Seite 132 über einen angeblich getürkten Beitrag in Österreichs erfolgreichster Talk-Show. Die Redaktion der Firma HofPower TV Produktionen GmbH. stellt dazu sowie zu anderen Medienberichten in dieser Sache fest:

"profil" behauptet, die "Vera"-Gäste Michael Schiessl und Brigitte Cefariello hätten nie Sex miteinander gehabt und seien unter falschem Vorwand ins Studio geladen worden. Tatsache aber ist vielmehr: Herr Schiessl, der bereits am 10. Jänner Gast bei "Vera" war und dort über sein hartes Los als "männliche Jungfrau" erzählte, rief drei Wochen nach Ausstrahlung in der Redaktion an, um sich für das Weiterleiten von Zuschriften zu bedanken - und von seinem neuen Glück zu erzählen. Er habe dank "Vera" eine Frau gefunden, mit der er mittlerweile auch intim geworden sei.

Auf Nachfrage am Telefon bestätigte Brigitte Cefariello diese Behauptung, wendete allerdings ein, öffentlich nicht über Sex sprechen zu wollen. Ergebnis: Die Redaktion lud Herrn Schiessl mit neuer Begleitung zur Sendung am 28. März 2001 ein, um über ihre Begegnung und Bekanntschaft zu sprechen. Der Bitte Frau Cefariellos entsprechend, wurde dort die Frage nach dem "ersten Mal" nur an Michael Schiessl gerichtet - und von ihm neuerlich bestätigt. Frau Cefariello widersprach weder vor laufender Kamera noch auf Rückfragen der zuständigen Redakteurin nach der Aufzeichnung. Und ohne Einschränkungen unterschrieben beide Gäste auch die Senderechte (Zustimmung zur Ausstrahlung, Bestätigung, nur Wahres zu erzählen). Spätere Einwände Brigitte Cefariellos können daher nur mit Angst vor der eigenen Courage oder Reaktionen ihrer Umgebung zu tun haben, keinesfalls aber mit unterstellten Manipulationen der Redaktion.

"profil" behauptet, mit Studiogast Michael Schiessl sei ein behinderter Mensch gleichsam vorgeführt worden. Tatsache aber ist vielmehr: Bei den Vorgesprächen zu seinem ersten Auftritt erwähnte Michael Schiessl seine Behinderung als so genannter Shunt-Patient nicht, sondern wies vielmehr auf seine Erfolge im Beruf und seine Liebe zum Tanzsport hin. Die Frage nach einer Narbe auf seinem Kopf tat Herr Schiessl mit "nichts weiter Schlimmes" ab. Und auch Vater Gerhard Schiessl, der seinen Sohn zur Sendung begleitete, merkte dessen Krankengeschichte mit keinem Wort an (heute bestätigte er der Redaktion, dass er in diesem Zusammenhang von "profil" falsch zitiert wurde).
Conclusio: Da Michael Schiessl zum einen nicht entmündigt ist, sondern voll im Berufsleben steht, es zum anderen nicht Aufgabe der Redaktion sein kann, etwaige Krankengeschichten jedes Gastes zu recherchieren, und zum Dritten selbst die Familie Schiessl der Behinderung im Hinblick auf das Thema bei "Vera" keine Bedeutung zumaß, ist der Vorhalt in "profil" zwar typisch für die Tendenz des Artikels insgesamt - aber gegenstandslos.

"profil" behauptet, eine Redakteurin hätte mit Michael Schiessl vor der Sendung Antworten "einstudiert" und somit den Studiogast gleichsam manipuliert. Tatsache ist vielmehr: Herr Schiessl war bei seinem ersten Auftritt bei "Vera" am 10. Jänner rhetorisch unsicher und nervös. Vor seinem zweiten Besuch ersuchte er daher die zuständige Redakteurin, seine Statements zum Thema anzuhören - und holprige Formulierungen auszubessern, um sich vor der Kamera sicherer zu fühlen. Bei dieser Unterstützung ging es selbstverständlich nur um verbalen Feinschliff, nicht aber um Inhalte der Aussagen Schiessls. Wieder informiert "profil" somit falsch - und zitiert zudem die Redakteurin in einer angeblichen Bemerkung über Moderatorin Vera Russwurm falsch. Die Redakteurin wird die Richtigstellung bei Gericht einklagen.

Abschließend ist anzumerken: Die "Vera"-Redaktion hat "profil"-Autorin Angelika Hager vergangenen Freitag angeboten, Einsicht in die Redaktionsunterlagen zu diesem Thema zu nehmen. Der Einladung wurde nicht entsprochen. Mag sein, weil die Story sonst keine mehr gewesen wäre.

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