• 12.03.2001, 12:46:21
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  • OTS0156

"Vera": Stellungnahme der Firma HofPower TV Produktionen GmbH. zu "profil"-Bericht=

Wien (OTS) - In der Ausgabe 11/2001 vom 12. März berichtet das
Nachrichtenmagazin "profil" mit Hinweis auf dem Titelblatt ("Betrug
bei Vera") ab Seite 132 über einen angeblich getürkten Beitrag in
Österreichs erfolgreichster Talk-Show. Die Redaktion der Firma
HofPower TV Produktionen GmbH. stellt dazu sowie zu anderen
Medienberichten in dieser Sache fest:

"profil" behauptet, die "Vera"-Gäste Michael Schiessl und Brigitte
Cefariello hätten nie Sex miteinander gehabt und seien unter falschem
Vorwand ins Studio geladen worden. Tatsache aber ist vielmehr: Herr
Schiessl, der bereits am 10. Jänner Gast bei "Vera" war und dort über
sein hartes Los als "männliche Jungfrau" erzählte, rief drei Wochen
nach Ausstrahlung in der Redaktion an, um sich für das Weiterleiten
von Zuschriften zu bedanken - und von seinem neuen Glück zu erzählen.
Er habe dank "Vera" eine Frau gefunden, mit der er mittlerweile auch
intim geworden sei.

Auf Nachfrage am Telefon bestätigte Brigitte Cefariello diese
Behauptung, wendete allerdings ein, öffentlich nicht über Sex
sprechen zu wollen. Ergebnis: Die Redaktion lud Herrn Schiessl mit
neuer Begleitung zur Sendung am 28. März 2001 ein, um über ihre
Begegnung und Bekanntschaft zu sprechen. Der Bitte Frau Cefariellos
entsprechend, wurde dort die Frage nach dem "ersten Mal" nur an
Michael Schiessl gerichtet - und von ihm neuerlich bestätigt. Frau
Cefariello widersprach weder vor laufender Kamera noch auf Rückfragen
der zuständigen Redakteurin nach der Aufzeichnung. Und ohne
Einschränkungen unterschrieben beide Gäste auch die Senderechte
(Zustimmung zur Ausstrahlung, Bestätigung, nur Wahres zu erzählen).
Spätere Einwände Brigitte Cefariellos können daher nur mit Angst vor
der eigenen Courage oder Reaktionen ihrer Umgebung zu tun haben,
keinesfalls aber mit unterstellten Manipulationen der Redaktion.

"profil" behauptet, mit Studiogast Michael Schiessl sei ein
behinderter Mensch gleichsam vorgeführt worden. Tatsache aber ist
vielmehr: Bei den Vorgesprächen zu seinem ersten Auftritt erwähnte
Michael Schiessl seine Behinderung als so genannter Shunt-Patient
nicht, sondern wies vielmehr auf seine Erfolge im Beruf und seine
Liebe zum Tanzsport hin. Die Frage nach einer Narbe auf seinem Kopf
tat Herr Schiessl mit "nichts weiter Schlimmes" ab. Und auch Vater
Gerhard Schiessl, der seinen Sohn zur Sendung begleitete, merkte
dessen Krankengeschichte mit keinem Wort an (heute bestätigte er der
Redaktion, dass er in diesem Zusammenhang von "profil" falsch zitiert
wurde).
Conclusio: Da Michael Schiessl zum einen nicht entmündigt ist,
sondern voll im Berufsleben steht, es zum anderen nicht Aufgabe der
Redaktion sein kann, etwaige Krankengeschichten jedes Gastes zu
recherchieren, und zum Dritten selbst die Familie Schiessl der
Behinderung im Hinblick auf das Thema bei "Vera" keine Bedeutung
zumaß, ist der Vorhalt in "profil" zwar typisch für die Tendenz des
Artikels insgesamt - aber gegenstandslos.

"profil" behauptet, eine Redakteurin hätte mit Michael Schiessl vor
der Sendung Antworten "einstudiert" und somit den Studiogast
gleichsam manipuliert. Tatsache ist vielmehr: Herr Schiessl war bei
seinem ersten Auftritt bei "Vera" am 10. Jänner rhetorisch unsicher
und nervös. Vor seinem zweiten Besuch ersuchte er daher die
zuständige Redakteurin, seine Statements zum Thema anzuhören - und
holprige Formulierungen auszubessern, um sich vor der Kamera sicherer
zu fühlen. Bei dieser Unterstützung ging es selbstverständlich nur um
verbalen Feinschliff, nicht aber um Inhalte der Aussagen Schiessls.
Wieder informiert "profil" somit falsch - und zitiert zudem die
Redakteurin in einer angeblichen Bemerkung über Moderatorin Vera
Russwurm falsch. Die Redakteurin wird die Richtigstellung bei Gericht
einklagen.

Abschließend ist anzumerken: Die "Vera"-Redaktion hat
"profil"-Autorin Angelika Hager vergangenen Freitag angeboten,
Einsicht in die Redaktionsunterlagen zu diesem Thema zu nehmen. Der
Einladung wurde nicht entsprochen. Mag sein, weil die Story sonst
keine mehr gewesen wäre.

Rückfragehinweis: Redaktion "Vera"

HofPower, TV Produktionen GmbH.
(01) 369 06 - 0

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