- 12.03.2001, 11:56:15
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- OTS0123
Sacher: Zweiter Teil des Ausverkaufs der österreichischen Wirtschaft
EVN: Ausländische Sperrminorität bedeutet großen Verlust wichtiger Steuerungskompetenzen
St. Pölten, (SPI) - "Der zweite Teil des Ausverkaufs der
österreichischen Wirtschaft steht an. Es wird das Vorhaben eines
Verkaufs von EVN-Anteilen im Ausmaß der Aktiensperrminorität des
Unternehmens durch die Verbundgesellschaft und anderer Eigentümer
kolportiert. Eine ausländische Sperrminorität ist weder wirtschafts-
noch strukturpolitisch im Interesse des Landes Niederösterreich, der
Bevölkerung und wohl auch nicht der EVN, sondern stellt eine weitere
kontraproduktive Maßnahme dar, um der unüberlegten
"Ausverkaufspolitik" der Bundesregierung zu Willen zu sein", stellt
der Klubchef der NÖ Sozialdemokraten LAbg. Ewald Sacher zum bekannt
gewordenen Vorstoß der Verbundgesellschaft klar.****
"Eine ausländische Sperrminorität bei einem Verkauf ins Ausland, im
Gespräch sind die Electricite de France bzw. die deutsche E.ON, würde
den Verlust wichtiger Steuerungskompetenzen bedeuten. Es würde sich
eine Abhängigkeit zu ausländischen Konzernzentralen ergeben, was sich
auf zukünftige unternehmenspolitische Entscheidungen mehr als negativ
auswirken würde. Es ist nicht einzusehen, daß Anteile eines
erfolgreichen Niederösterreichischen Unternehmens, welches
letztendlich allen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern
gehört, billigst ins Ausland verscherbelt werden soll", kritisiert
Sacher weiters.
"Dies ist eine Causa von allerhöchster politischer Tragweite und
Brisanz. Landeshauptmann Pröll ist aufgerufen, die Interessen
Niederösterreichs zu wahren und Stellung zu nehmen", schließt der
Klubobmann.
(Schluss) sk
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/9005 DW 12794
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