Kindergeld wird Einkommensschere zwischen Männern und Frauen vergrößern

Wien (OTS) - Als weiteren Schritt zur Aushöhlung des Versicherungsprinzips betrachtet Waltraud Stiefsohn die Einführung des Kindergeldes, welches zudem "die Verdrängung von berufstätigen Frauen in prekäre Arbeitsverhältnisse verstärken und die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen vergrößern wird".

Beim von der Regierung beschlossenen Kindergeld kritisiert Stiefsohn u.a., daß der Kündigungsschutz nur für 24 Monate gilt und vor allem Alleinerziehende dabei finanziell ins Hintertreffen geraten. Stiefsohn zum Prinzipiellen: "Die Regierung drängt Frauen gezielt ins Abseits. Mehr als 1 Million Menschen (wovon 90 % Frauen sind) arbeiten bereits jetzt in prekären Beschäftigungsverhältnissen - mit mieser Bezahlung und noch mieserer sozialer Absicherung. Dies ist - wie auch SozialwissenschaftlerInnen bestätigen - ein wesentlicher Grund für die Vergrößerung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen. Durch das Kindergeld wird sich diese Entwicklung verschärfen".

Als Alternative für Frauen erachtet die KPÖ einen flächendeckenden Ausbau von Krabbelstuben, Kindergärten und Schülerhorten und die Einrichtung von Betriebskindergärten sowie eine wesentliche Erhöhung der Familienbeilhilfe. Stiefsohn: "Zwischen dem dritten und achtzehnten Lebensjahr eines Kindes liegen immerhin 15 Jahre. Hier zeigt sich, daß Bartenstein, Haupt und all die anderen Kinderfreunde Frauen noch immer als Gebährmaschinen betrachten ".

Stiefsohn erinnert daran, daß die Bundesregierung - genau so wie die SPÖ/ÖVP-Regierung - die Forderungen des Frauenvolksbegehrens, welche von 645.000 Menschen unterstützt wurdem, ignoriert. "So zeigt sich auch im Bereich der direkten Demokratie, was von den Versprechen der Frauenfreunde zu halten ist", so Stiefsohn.

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