GPA-Frauenberger zum Frauentag: Betriebliche Förderung der Chancengleichheit als Schwerpunkt

Wirtschaft ist zunehmend auf Kenntnisse und Fähigkeiten der Frauen angewiesen

Wien (GPA/ÖGB). Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich des heutigen internationalen Frauentages unterstrich GPA-Frauensekretärin, Sandra Frauenberger, die betriebliche Förderung der Chancengleichheit als Schwerpunkt für das Engagement der GPA-Frauen. "Die demografischen Entwicklungen, aber auch beispielsweise der aktuelle Fachkräftemangel im IT-Bereich, lassen bei den Unternehmen schön langsam die Erkenntnis wachsen, dass sie in Zukunft verstärkt auf die Miteinbeziehung weiblicher Beschäftigter angewiesen sein werden. Für die Wirtschaft muss es daher heute ein Auftrag sein, aktiv in die Förderung von Frauen zu investieren, um morgen auf deren Fähigkeiten und Kenntnisse aufbauen zu können", so Frauenberger. Dabei sei es wichtig zu betonen, dass Förderung der Chancengleichheit weit mehr ist als bloße Karriereförderung. "Es geht auch um qualifizierte Ausbildung, humane Arbeitsbedingungen, Wiedereinstiegshilfen und um Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben", unterstreicht die GPA-Frauensekretärin.++++

Vor allem die Vereinbarkeitsfrage von Beruf und Privatleben könne im Rahmen der betrieblichen Förderung sehr zielführend angegangen werden und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Aktivitäten und Initiativen von BetriebsrätInnen. Welche Chancengleichheitsmaßnahmen aber schwerpunktmäßig umgesetzt werden sollen, muss für den jeweiligen Betrieb untersucht werden, es gibt hier keine Patentrezepte. Die Handlungsfelder für das Entwickeln von Maßnahmen liegen etwa auch in der Personalentwicklung, der Aus- und Weiterbildung, in der Gestaltung der Arbeitszeiten oder im Bereich der Unternehmenphilosophien.

Die Erfahrungen der GPA-Frauen in der Förderpolitik haben gezeigt, dass jene Konzepte unzulänglich sind, die nur auf Vereinbarkeitsprobleme abstellen, weil auf diesem Weg traditionelle Familien- und Erwerbsmuster und die dadurch eingelagerten Machtstrukturen nicht in Frage gestellt werden. Eine erfolgversprechende Gleichstellungspolitik, für die es viele Ansatzpunkte gibt, muss die Entwicklung gesamtgesellschaftlicher Veränderung in den Blick nehmen. (aw)

ÖGB, 8. März 2001
Nr. 175

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