LRP-Konzern mit zufrieden stellendem Geschäftsjahr 2000

Mainz (ots) -

  • Kontinuierliche Ergebnissteigerung bei Ressourcen schonendem Wachstum
  • Jahresüberschuss stieg Um 23,2 v.H.
  • Stärkung des regionalen Sparkassenverbundes
  • Erfolgreich die Zukunft aus eigener Kraft gestalten

"Das Geschäftsjahr 2000 verlief für den LRP-Konzern insgesamt zufrieden stellend. Wir haben unsere ehrgeizigen bilanzpolitischen Ziele weitgehend erreichen können. Dies wird vor allem an einer Steigerung des Jahresüberschusses im Konzern um gut 23 v.H. auf 95 Mio. Euro deutlich. Gerade vor dem Hintergrund eines wettbewerbsintensiven, durch turbulente Marktphasen und ungewöhnlich schwierige bankwirtschaftliche Problemfelder belasteten Jahres bewerten wir die erneute Steigerung unseres Ertrages als Bestätigung unserer geschäftspolitischen Strategien, die auf klar definierte Kernkompetenzen und Rentabilitätsorientierung ausgerichtet sind. Dies drückte sich auch in einer weiteren Steigerung der Rentabilitätskennziffer Return on Equity (RoE) auf 21,7 (21,6) aus", stellte der Vorstandsvorsitzende der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz, Mainz, Klaus G. Adam, anlässlich der Vorstellung der Vorabbilanz am 8. März 2001 auf einer Pressekonferenz in Mainz fest. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Adam optimistisch, den Unternehmenserfolg wiederum steigern zu können. "Damit werden wir unsere betriebswirtschaftlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Gestaltung unserer Zukunft aus eigener Kraft weiter festigen können."

Hoher Zuwachs bei Provisionseinnahmen

Mit 478 (520) Mio. Euro erreichten die operativen Erträge insgesamt nicht das hohe Vorjahresniveau. Maßgeblich hierfür war vor allem der mit 360 (387) Mio. Euro wegen der vorjährigen Sondereffekte aus Beteiligungen rückläufige Zinsüberschuss und das mit 15 (22) Mio. Euro verminderte Handelsergebnis. Erfreulich zugenommen hat wiederum der Provisionsüberschuss, der sich mit einem Zuwachs von rund einem Fünftel auf 87 (73) Mio. Euro zu einer kräftigen Ertragssäule weiter entwickelt hat. Hierin spiegeln sich nicht zuletzt die Erfolge im Investment-Banking wider, wo es gelungen ist, im Wertpapiergeschäft die Umsätze weiter zu steigern, Anlagen für Spezialfonds zu akquirieren und durch qualifizierte Begleitung von Unternehmen an die Börse weiter an Profil zu gewinnen.

Durch konsequentes Kostenmanagement wurde der Verwaltungsaufwand mit 254 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten. Während die Personalaufwendungen mit 157 Mio. Euro um 5,7 v.H. stiegen, gingen die Sachaufwendungen inkl. Afa um 7,5 v.H. auf 97 Mio. Euro zurück. Ferner konnten erste Ergebnisse aus einer intern durchgeführten Aufgabenanalyse umgesetzt werden, mit der die Kostenstrukturen insgesamt auf den Prüfstand gestellt wurden. Mit einer Cost Income Ratio (CIR) von 53,1 v.H. sind die anspruchsvollen Zielvorgaben dennoch nicht ganz erreicht worden, wenngleich sie sich im Vergleich mit strukturähnlichen Mitbewerbern immer noch auf einem zufrieden stellenden Stand befinden.

Risikovorsorge deutlich zurückgegangen

Das Betriebsergebnis übertraf mit 193 Mio. Euro den Vorjahreswert um 8,2 v.H. Bemerkenswert ist dabei die deutliche Rückführung des Ausweises der Risikovorsorge und sonstigen Bewertungen, die sich im Saldo auf netto 31 (89) Mio. Euro beliefen. Bei einer unverändert konservativen Bewertungspolitik weist der Rückgang des Risikoaufwandes auch auf eine qualitative Verbesserung des Kreditportefeuilles hin, die auf der Grundlage eines weiter ausgebauten Risikosteuerungsprozesses noch gesteigert werden soll. Darüber hinaus hat auch die verbesserte Wirtschaftslage zu Entlastungseffekten geführt. Nach Berücksichtigung der Zahlungen für die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" in Höhe von 2,3 Mio. Euro und Gewinn abhängigen Steuern, die 95 Mio. Euro ausmachten, verbleibt ein Jahresüberschuss von 95 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 23,2 v.H. Dieses Ergebnis ermöglicht die Zahlung einer Dividende in Höhe von netto 7 v.H., dies entspricht 15 v.H. brutto, und mit einer weiteren kräftigen Stärkung der Rücklagen um 80 Mio. Euro die merkliche Verbreiterung der Eigenkapitalbasis.

Das bilanzielle Eigenkapital des LRP-Konzerns erhöhte sich um 130 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro, davon sind 2,2 Mrd. Euro Haftendes Eigenkapital gem. KWG. Die Grundsatz I-Gesamtkennziffer beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 9,1 v.H., die BIZ-Quote auf 8,5 v.H.

Verbriefte Forderungen tragen Wachstum

Die Bilanzsumme des LRP-Konzerns stieg moderat um 6,1 v.H. auf 63,9 (60,2) Mrd. Euro, das Geschäftsvolumen erreichte 71,2 (70,5) Mrd. Euro. Nach Kreditarten entfielen auf Kommunalkredite und Hypothekendarlehen 12,4 Mrd. Euro. Die Forderungen an Kreditinstitute blieben mit einem Volumen von 16,3 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bei einem stichtagsbedingt rückläufigen Interbankgeschäft nahm das mittel- und längerfristige Kreditgeschäft mit Banken um 23,4 v.H. zu. Der Gesamtbestand der an rheinland-pfälzische Sparkassen ausgereichten Mittel erhöhte sich um 22,5 v.H. auf 5,9 Mrd. Euro. Der Gesamtbestand der Wertpapiere stieg um 12,4 v.H. auf 20,9 Mrd. Euro. Dabei erwarben wir vorzugsweise Papiere von Emittenten mit hoher Bonität, vor allem öffentlicher Stellen und kapitalmarktfähiger Unternehmen.

Verbriefte Verbindlichkeiten bildeten mit 27,3 (22,1) Mrd. Euro erneut die wichtigste Refinanzierungsquelle. Ein maßgeblicher Teil der Neuemissionen wurde wiederum auf den internationalen Kapitalmärkten platziert und weitere Investorenkreise erschlossen. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 13,3 v.H. auf 20,4 Mrd. Euro zurück gingen, erhöhten sie sich gegenüber Kunden um 16,5 v.H. auf 9,6 Mrd. Euro.

Strukturelle Änderungen bieten Chancen

Die von Brüssel ausgehenden strukturpolitischen Diskussionen in der deutschen Sparkassenorganisation werden auch bei der LRP Veränderungen auslösen. Bereits heute wirkt sich das schwebende Verfahren auf die Refinanzierungskosten aus, obwohl unabhängig von einer endgültigen Entscheidung über den Bestand der Haftungsgrundlagen der Sparkassenorganisationen (Gewährträgerhaftung und Anstaltslast) für die Investoren Vertrauensschutz für die umlaufenden Schuldverschreibungen besteht. Dies bedeutet, die Gewährträgerhaftung und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Anstaltslast können nicht rückwirkend verändert oder aufgehoben werden (Grandfathering). Die LRP betrachtet die sich abzeichnenden Veränderungen als Chance, die Entwicklung zukunftsfähiger Strukturen innerhalb der deutschen Sparkassenorganisation zu beschleunigen. Obwohl die LRP nicht unmittelbar von den in Brüssel anhängigen Klagen betroffen ist, hat sich die Bank seit längerem als Teil ihrer mittelfristigen Geschäftsstrategie auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet. Ausgangspunkt aller dieser Überlegungen ist in jedem Fall der Erhalt und die weitere Stärkung des regionalen Sparkassenverbundes. Eine ressourcen- und rentabilitätsorientierte Geschäftspolitik bildet dabei die Voraussetzung, die Gestaltungsfähigkeit aus eigener Kraft zu sichern. Diese muss ergänzt werden durch Kooperationen, die einzelfallweise nach dem Grundsatz des bestmöglichen Nutzens für alle Beteiligten erfolgen müssen. "So viel Dezentralität wie möglich und so viele zentrale Lösungen wie betriebswirtschaftlich geboten" ist lt. Adam heute mehr denn je das Gebot der Stunde.

Jahresbericht zum 31.12. 2000

Konzernbilanz *) 31.12.2000 31.12.1999
(Kurzform)
vorläufig Veränderung
Mrd EUR Mrd EUR Mrd EUR vH

Bilanzsumme 63,9 60,2 3,7 6,1 Geschäftsvolumen 71,2 70,5 0,7 1,0 Forderungen an
Kreditinstitute 16,3 16,3 0,0 0,0 Forderungen
an Kunden 22,9 21,6 1,3 6,0 darunter Bau-
darlehen der
Bausparkasse 1,9 1,8 0,1 6,9 Wertpapiere 20,9 18,6 2,3 12,4 Treuhand-
Vermögen 2,4 2,4 0,0 -0,6

Verbindlichkeiten
gegenüber Kredit-
instituten 20,4 23,5 -3,1 -13,3 Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden 9,6 8,2 1,4 16,5 darunter
Bauspareinlagen 1,6 1,6 0,0 0,8 Verbriefte
Verbindlichkeiten 27,3 22,1 5,2 23,5 Bilanzielle
Eigenmittel 2,6 2,5 0,1 5,2

Konzernergebnis 01.01. - 01.01. -
31.12.00 31.12.99 Veränderung
Mio EUR Mio EUR Mio EUR vH

Zinsüberschuss 360 387 -27,0 -7,0 Provisions-
Überschuss 87 73 14,3 19,5 Handels-
Ergebnis 15 22 -7,7 -34,5 Verwaltungs-
Aufwendungen 254 253 0,6 0,3 Sonst. betriebl.
Aufwand / Ertrag 16 37 -21,4 -57,3 Risikovorsorge /
Bewertungen -31 -89 57,2 -64,6 Betriebsergebnis 193 178 14,7 8,2 außerordentliches
Ergebnis -2 -2,3 Gewinnabhängige
Steuern 95 101 -5,6 -5,6 Überschuss 95 78 18,0 23,2

Mitarbeiter
Konzern / Bank 2.005 / 1.745 2.053 /1.742
Return on Equity
(RoE) in vH 21,7 21,6
Cost Income Ratio
(CIR) in vH 53,1 48,7

Differenzen durch Rundungen

*) Der Konzern umfasst neben Bank (incl. NL Lux und LBS): LRI, Meridian, LRA und WIB-Konzern (quotal)

ots Originaltext: LRP Landesbank Rheinland-Pfalz
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