AK Wien Test: Geschäfte machen jetzt größtenteils Grundpreisangabe

AK fordert: Einheitliche Bestimmungen und gleiche Regeln im Preisauszeichnungsrecht für alle Dienstleistungs-Anbieter

Wien (AK) - Ein Preisvergleich macht sicher - jetzt halten sich
die heimischen Geschäfte im Großen und Ganzen an die seit 1. September 2000 gültige Grundpreisauszeichnung. In 14 von 18 Geschäften stand der Grundpreis pro Maßeinheit - meist je Liter oder Kilogramm - neben dem Verkaufspreis, die anderen machten es schlampig oder gar nicht. Das zeigt eine im Februar durchgeführte Erhebung der AK-Konsumentenschützer in 18 Wiener Geschäften. "Jetzt klappt die Grundpreisauszeichnung weitgehend, aber es hat mehr als ein halbes Jahr gedauert," sagen die AK-Verbraucherschützer. Derzeit gibt es aber keine einheitliche und transparente Preisauszeichnung für alle Dienstleistungen, kritisieren die AK-Konsumentenschützer erneut. Die Preisauszeichnungsbestimmungen sind noch in vielen verschiedenen Vorschriften verstreut. Die AK begrüßt daher, dass sich Justizminister Böhmdorfer den AK-Forderungen anschließt. ****

Seit 1. September 2000 gilt in Österreich die Grundpreisangabe auch für bestimmte Nicht-Lebensmittel, wie zB Reinigungs- und Waschmittel, Pflegemittel, Klebstoffe, Tiernahrung und Zitronen. Die Preise müssen pro Kilo, Liter, pro 100 Gramm, pro 100 Milliliter oder pro Stück am Regal neben dem Verkaufspreis der Packung stehen.

Die AK-Konsumentenschützer haben die Grundpreisangabe bei Reinigungs-und Waschmittel, Pflegemittel, Tiernahrung, Schokolade und Zuckerwaren sowie Salzgebäck in 18 Wiener Geschäften geprüft. Die Grundpreise wurden in den Geschäften - und wenn erhältlich - auch auf den Werbeprospekten überprüft. Die Stichproben-Erhebung fand vom 8. bis 22. Februar statt.

Preise meist richtig ausgezeichnet
Im Geschäft zeichnen mehr als drei Viertel der untersuchten Geschäfte die Grundpreise richtig aus.
Hofer, Lidl, Spar, Interspar, Mondo, Merkur, Praktiker, Bipa, Billa, Zielpunkt, Schlecker, DM, Adeg und die Gewusst wie Drogerie haben die Grundpreise bei allen untersuchten Waren angegeben.

Eurospar führte die Grundpreisangabe nur spärlich durch - keine Grundpreise standen bei den Reinigungs-, Wasch- und Pflegemittel, nur teilweise waren diese bei der Tiernahrung, Schokolade, Zuckerwaren sowie beim Salzgebäck angegeben.

Contra und Magnet haben nach wie vor keine Grundpreisauszeichnung.

Bei fünf Geschäften hat sich die AK auch die Grundpreisauszeichnung in den Prospekten angesehen. Das Ergebnis zeigt:
Billa, Schlecker und das Bauhaus haben die Grundpreise im Werbeprospekt so angegeben, wie es sein soll.
Bei Interspar und Magnet fehlte im Werbeprospekt die Grundpreisauszeichnung.

Preisvergleich macht sicher
Verschiedene Produktgrößen machen es den Konsumenten schwer, das billigste oder teuerste Produkt zu finden. "Jetzt funktioniert die Grundpreisauszeichnung weitgehend," sagen die AK-Konsumentenschützer. "Aber es hat mehr als ein halbes Jahr gedauert." Denn noch im Oktober des Vorjahres zeigte ein AK-Test, dass ein Fünftel der Wiener Supermärkte nicht den Grundpreis angeschrieben hatte. Und nur in 6 von 15 Fällen war es so, wie es sein soll, die anderen machten es dürftig.

Verbesserungen im Preisauszeichnungsrecht
Derzeit gibt es keine einheitliche und transparente Preisauszeichnung für alle Dienstleistungen, kritisieren die AK-Konsumentenschützer erneut. Die Preisauszeichnung für Waren und Dienstleistungen wird nicht einheitlich geregelt. Derzeit sind die Preisauszeichnungsbestimmungen noch in vielen verschiedenen Vorschriften verstreut oder es existieren keine Bestimmungen, zB im Bankwesengesetz, im Telekommunikationsgesetz oder bei den Fluglinien.

Die AK-Konsumentenschützer verlangen hier mehr Transparenz durch einheitliche und einfachere Bestimmungen und gleiche Regeln für die verschiedenen Dienstleistungs-Anbieter. Die AK begrüßt daher, dass sich Justizminister Böhmdorfer den AK-Forderungen anschließt.

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