GBV-Verband: Kritik der gewerblichen Bauträger geht an falsche Adresse

Wien (OTS) - "Auf ein Mißverständnis oder mangelnden Informationsstand über Tatsachen" führt Mag. Karl Wurm, Obmann des Dachverbandes der Gemeinnützigen, die jüngste Presseaussendung der gewerblichen Bauträger zurück. Bei den darin von Dr. Winfried Kallinger monierten "Vorschlägen der Gemeinnützigen", die auf eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der gewerblichen Bauträger hinausliefen, handle es sich nämlich um Maßnahmen im Rahmen des von den Regierungsparteien beschlossenen Budgetbegleitgesetzes 2001 und um Vorstöße einzelner politischer und wirtschaftlicher Gruppierungen - wie etwa Banken -, und keinesfalls um GBV-Wünsche.

So wäre etwa die letzte Novelle zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, die eine "Enthebung" aus der Gemeinnützigkeit für im öffentlichen Besitz stehende gemeinnützige Wohnungsunternehmen vorsieht und damit all die seitens der gewerblichen Bauträger genannten Konsequenzen ermöglicht, gegen den Willen der Gemeinnützigen erfolgt. "Wir haben hier mit aller Deutlichkeit auf mögliche negative Folgen dieser Reform aufmerksam gemacht", erinnert Karl Wurm: "Das sollte auch den Gewerblichen nicht entgangen sein".

Auch die Idee, die "Prüfung durch den Revisionsverband der Gemeinnützigen auf alle Bauträger auszudehnen und daraus ein Kriterium für den Zugang zu Wohnbauförderungsmittel zu konstruieren" stammt nicht aus dem Bereich der GBV, betont Wurm: "Dies wäre aber ein durchaus diskutierenswerter Vorschlag".

Wenn Kallinger hier einen Konnex von Prüfung und Leerstand sieht, dann gehe sein Vorwurf der ineffizienten GBV-Prüfung allerdings gewaltig in s Leere. Nach der letzten Erhebung stehen, laut Wurm, bei den Gemeinnützigen bundesweit rd. 1.950 Wohnungen leer, davon 710 im Neubau. Das sind in Summe weniger als O,4 Prozent des Bestandes bzw. knapp 2 Prozent im Neubau. "Allein bei einem prominenten Konkurs im Bereich der gewerblichen Bauträger war zuletzt von 300 unverkäuflichen Wohnungen die Rede", erinnert der GBV-Obmann: "Die Gemeinnützigen haben, wie die Zahlen zeigen, sicherlich nicht am Markt vorbei gebaut". Und auch bezüglich Kundennähe und Service bräuchten die Gemeinnützigen die gewerbliche Konkurrenz nicht zu scheuen, wäre ein "Wechsel" von den GBV zu den Gewerblichen für die Mieter offensichtlich nicht verlockend. "Gerade jetzt, wo einige Bauvereinigungen vom Verlust der Gemeinnützigkeit bedroht sind und Wohnanlagen und diese Unternehmen selbst an private Investoren verkauft werden können, zeigen uns die Reaktionen der Mieter, wie sehr die Leute die gemeinnützige Dienstleistungsqualität schätzen, dass sie ihren gemeinnützigen Verwalter nicht verlieren wollen".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Karl Wurm
Gewog - Neue Heimat
Bennoplatz 3, 1080 Wien
Tel.: 01/ 401 09 0

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS