Bartenstein: Anhaltend gute Beschäftigungslage im Februar

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit um 6,4 %

Wien (BMWA/OTS) - Die Arbeitsmarktlage Ende Februar ist gekennzeichnet durch eine weitere Zunahme der Beschäftigten und einen starken Rückgang der Arbeitslosigkeit. So ist ein Anstieg der unselbstständig Beschäftigten (ohne geringfügige Beschäftigungsverhältnisse) um 21.955 (0,72 %) auf 3,084.970 (1,691.845 Männer, 1,393.125 Frauen) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Beschäftigtenzahl um 11.106 (0,36 %). Die Gründe dafür sieht Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein in einer regen Exportnachfrage und einer günstigen Entwicklung in der Sachgütererzeugung. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit hat sich erneut verlangsamt. Ende Februar lag die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen mit 248.362 um 17.019 (6,4%) unter dem Vorjahreswert. Wie in den letzten Monaten fällt der Rückgang der Arbeitslosigkeit - absolut betrachtet - bei Männern (-10.589) spürbar höher aus als bei Frauen (-6.430). Dies ist zum Teil auf einen stärkeren Rückgang der Altersarbeitslosigkeit bei den Männern zurückzuführen. ****

EUROSTAT, das Statistische Amt der EU in Luxemburg, hat im Februar die international vergleichbaren Arbeitslosenquoten der EU-Staaten rückwirkend revidiert und weist für Österreich für Jänner 2001 eine Arbeitslosenquote von 3,7% aus. Von Seiten Österreichs wird derzeit eine Überprüfung der von EUROSTAT rückwirkend revidierten Daten durchgeführt. Sie beträgt weniger als die Hälfte des EU-Durchschnittes (=8,0%), was die überaus günstige Position Österreichs im internationalen Vergleich unterstreicht. Wie in der Vergangenheit weisen lediglich Luxemburg (2,1%) und die Niederlande (2,8%) (jeweils Werte für Dezember) niedrigere Quoten auf.

Weiterhin erfreuliche Position bei der Jugendarbeitslosigkeit

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) verringerte sich weiter um 1.781 (4,9%) auf 34.222. Die Jugendarbeitslosenquote hat laut EUROSTAT im Jänner 5,3% betragen. Im Vergleich dazu lag der EU-Durchschnitt bei 16,0%. Österreich weist damit nach wie vor den niedrigsten Wert aller EU-Staaten auf, gefolgt von Luxemburg und Irland mit jeweils 5,8%.

Am Lehrstellenmarkt wurden im Laufe des Februar 2.385 Lehrstellensuchende vermittelt (im Februar 2000 waren es vergleichsweise 2.013). Mit Ende Februar gab es 2.912 sofort verfügbare vorgemerkte Lehrstellensuchende und 2.755 gemeldete offene Lehrstellen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sowohl die Zahl der Lehrstellensuchenden um 91(3,2%) als auch die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen um 231 (9,2%) an. Darüber hinaus waren noch 11.372 sonst an Lehrstellen interessierte Jugendliche vorgemerkt, die zu einem späteren Zeitpunkt eine Lehrstelle antreten möchten. Diese Zahl beinhaltet auch Teilnehmer/Innen an Maßnahmen gemäß Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG). Zur späteren Besetzung sind dem AMS noch zusätzlich 9.136 offene Lehrstellen gemeldet bzw. vom AMS akquiriert worden.

Anhaltende Abnahme der Altersarbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen sank mit Ende Februar weiter deutlich auf 49.603 (-6.743 oder -12,0%). Dieser Rückgang betrifft wie in den Vormonaten nicht nur die 50- bis 54-Jährigen (-2.019), sondern in bedeutend höherem Umfang die 55- bis 59-Jährigen (-5.200). Ein Anstieg ist hingegen erneut bei den über 60-Jährigen zu beobachten (+25,8%, absolut: +476 auf 2.324).

Günstige Arbeitsmarktentwicklung in allen Bundesländern

Ende Februar war abermals in allen Bundesländern eine sinkende Arbeitslosigkeit zu beobachten. Wie bereits in den Vormonaten fällt der Rückgang am stärksten in Vorarlberg (-16,0%, absolut: -1.076), gefolgt von Oberösterreich (-9,7%, absolut: -3.276) und der Steiermark (-8,9%, absolut: -3.973) aus. In den restlichen Bundesländern sinkt sie - mit Ausnahme von Kärnten (-7,6%) -durchwegs unterdurchschnittlich. Das Schlusslicht bildet Tirol, die Arbeitslosigkeit liegt hier nur um 116 oder 0,8% unter dem Vorjahreswert. Dieser niedrige Rückgang ist darauf zurückzuführen, weil etwa in Bau-, Handels-, Tourismus- oder Büroberufen die Entwicklung gegenläufig oder gegenüber dem Österreichtrend verzögert verlief.

Gute Chancen für Personen mit Lehrabschluss

In den meisten Ausbildungskategorien gab es Rückgänge der Arbeitslosigkeit, die häufig überdurchschnittlich ausfielen. Dies gilt vor allem für Personen mit einem Lehrabschluss (-9.436 oder -8,3%). Auch Personen mit Pflichtschulabschluss profitierten absolut gesehen (-5.764 oder -5,2%) von der guten Arbeitsmarktlage. Bei Personen, die über keine abgeschlossene schulische Ausbildung verfügen, erhöhte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 763 (8,7%), bei Personen mit weiterführenden schulischen Ausbildungen sahen die relativen Veränderungen folgendermaßen aus: mittlere Schule -10,1%, AHS -9,0% und BHS -6,1% sowie Akademie, Fachhochschule und Universität als Gruppe -4,2%. Im Bereich "Fachhochschule" stieg die Zahl um 18 Personen an.

Schulungen des AMS

Bei den Schulungsaktivitäten ist eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Ende Februar betrug die Zahl der in Schulung befindlichen Personen 31.438, ihre Zahl liegt damit um 1.672 (5,6%) über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg konzentriert sich regionsspezifisch in hohem Maße auf die Steiermark und Wien, alters(gruppen)spezifisch ist die Zunahme breit gestreut, wobei rund 45% auf über 50-Jährige entfallen. Die Personen in Schulung rekrutieren sich schwerpunktmäßig nach wie vor aus den Berufsgruppen Büroberufe, Handel, Metall-/Elektroberufe sowie Hilfsberufe (zusammen 55% aller in Schulung befindlichen Personen).

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