"profil": Holender lässt Zusammenarbeit mit Wiener Sängerknaben auslaufen

Renato Zanella übernimmt von Michael Birkmeyer die Leitung des Ballett-Gymnasiums

Wien (OTS) - In der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt Staatsoperndirektor Ioan Holender an, im Herbst eine Opernschule für Kinder zu eröffnen. Spätestens ab 2004 werden die dort ausgebildeten Kinder die Aufgaben der Wiener Sängerknaben an der Staatsoper übernehmen. Weitere Änderungen gibt es an der Wiener Ballett-Schule: Holender kündigt Direktor Michael Birkmeyer und setzt Renato Zanella als neuen Schuldirektor ein.

Zur Zeit koste ihn ein Sängerknabe zwischen 3000 und 8000 Schilling pro Auftritt, begründet Staatsoperndirektor Ioan Holender die Entscheidung, eine eigene Opernschule zu gründen. Wichtiger als die Einsparungen seien ihm aber "künstlerische Vorteile". Holender im "profil-Interview: "Es darf nicht passieren, dass ich für eine Aufführung nicht jenes Kind bekomme, das geprobt hat, weil es vielleicht gerade in Nordkorea auftritt. Ich bin den Sängerknaben ausgeliefert." Außerdem klagt Holender, dass die Sängerknaben nicht in der Lage seien, Rollen wie den Waldvogel ("Siegfried") optimal zu besetzen.

"Es gibt große Probleme in ästhetischer Hinsicht", beschreibt Holender das Verhältnis zwischen der Staatsoper und dem Wiener Ballett-Gymnasium. Dies sei der Grund, warum Michael Birkmeyer die Leitung der Schule abgeben müsse. "Es ist notwendig", argumentiert Holender, "dass der Ballettchef der Staatsoper auch künstlerischer Leiter der Ballettschule ist. Das wird ab kommenden Herbst der Fall sein." Entgegen geäußerten Befürchtungen der Eltern, werden die Schüler auch künftig mit Matura abschließen.

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