- 04.03.2001, 08:00:10
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"profil": Schweinemast: Massenbetrieb unter Verdacht
Tierschützer berichten von katastrophaler Hygiene und Tierquälerei bei Billa-Zulieferer
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde ein oberösterreichischer
Schweinemastbetrieb bei den Behörden angezeigt. Die
Tierschutzorganisation "Verein gegen Tierfabriken" (VgT) und die
Bezirkshauptmannschaft Braunau haben Anzeigen wegen hygienischer
Mängel und angeblicher Tierquälerei gegen den Schweinezüchter
eingebracht, an dessen Hof rund 4000 Tiere gehalten werden. Franz-
Joseph Plank vom VgT berichtet von "Tieren mit offenen Wunden an den
Gelenken oder abgebissenen Schwänzen".
Pikant an dem Fall ist laut "profil", dass es sich um einen Betrieb
handelt, der auch an die Supermarktketten Billa und Merkur geliefert
hat - und zwar Fleisch unter der Bezeichnung "Bauernhofgarantie".
Für dieses Label gelten besondere Qualitätsansprüche: Damit soll den
Konsumenten in Zeiten der BSE- und Antibiotikakrise Sicherheit beim
Fleischkauf vermitteln werden.
Billa hat nun auf den Fall reagiert: Der Betrieb sei für Billa und
Merkur inzwischen gesperrt worden, so Konzern-Tierärztin Ulrike
Vorberg: "Man kann jetzt sicher gehen, dass es keine Ware mehr von
diesem Betrieb bei Billa und Merkur gibt."
Der Schweinehalter hingegen weist gegenüber "profil" alle
Anschuldigungen zurück: "Bei uns hat's überhaupt nichts gegeben. Ich
kann mit gutem Gewissen sagen, bei uns ist alles in Ordnung."
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502
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