"profil": Schweinemast: Massenbetrieb unter Verdacht

Tierschützer berichten von katastrophaler Hygiene und Tierquälerei bei Billa-Zulieferer

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde ein oberösterreichischer Schweinemastbetrieb bei den Behörden angezeigt. Die Tierschutzorganisation "Verein gegen Tierfabriken" (VgT) und die Bezirkshauptmannschaft Braunau haben Anzeigen wegen hygienischer Mängel und angeblicher Tierquälerei gegen den Schweinezüchter eingebracht, an dessen Hof rund 4000 Tiere gehalten werden. Franz-Joseph Plank vom VgT berichtet von "Tieren mit offenen Wunden an den Gelenken oder abgebissenen Schwänzen".

Pikant an dem Fall ist laut "profil", dass es sich um einen Betrieb handelt, der auch an die Supermarktketten Billa und Merkur geliefert hat - und zwar Fleisch unter der Bezeichnung "Bauernhofgarantie". Für dieses Label gelten besondere Qualitätsansprüche: Damit soll den Konsumenten in Zeiten der BSE- und Antibiotikakrise Sicherheit beim Fleischkauf vermitteln werden.

Billa hat nun auf den Fall reagiert: Der Betrieb sei für Billa und Merkur inzwischen gesperrt worden, so Konzern-Tierärztin Ulrike Vorberg: "Man kann jetzt sicher gehen, dass es keine Ware mehr von diesem Betrieb bei Billa und Merkur gibt."

Der Schweinehalter hingegen weist gegenüber "profil" alle Anschuldigungen zurück: "Bei uns hat's überhaupt nichts gegeben. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, bei uns ist alles in Ordnung."

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