Pumberger: Skandalöse Empfehlung von Ärztekammerfunktionär, Fehldiagnosen zu erstellen

Todesängste bei Patienten befürchtet, wenn medizinischer Notfall unnötig festgestellt wird

Wien, 2001-03-03 (fpd) - Auf gänzliches Unverständnis stießen die Österreichische Ärztekammer und der Wiener Spitalsärztesprecher, Dr. Klaus Frohner beim freiheitlichen Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger mit ihrer Aussage, sie könnten nicht feststellen, ob bei einem Patienten eine Ausnahme vom Behandlungsbeitrag für die Ambulanz bestehe oder nicht. ****

In der Ausnahme-Verordnung von BM Haupt stünden unter anderem als Ausnahmegründe auch der medizinische Notfall (Lebensgefahr, Anm.) und Gefahr in Verzug. "Wer - wenn nicht der behandelnde Arzt - soll feststellen, ob es sich um einen solchen handelt?" fragte der FPÖ-Gesundheitssprecher.

"Besonders ärgerlich ist auch die Aussage Frohners. Wenn ein Patient glaube, er sei ein Notfall, so sollen die Wiener Spitalsärzte nicht nur die medizinische Komponente heranziehen. Das ist ein klarer Aufruf zur Fehldiagnose. Vor allem könnte dies aber zu Todesängsten bei Patienten führen, bei denen das Vorliegen einer unmittelbaren Lebensbedrohung nicht mehr ausgeschlossen wird", reagierte Pumberger erzürnt.

"Um eine Ausnahme handelt es sich auch, wenn der Patient die Ambulanz in der Zeit zwischen 19.00 Uhr und 8.00 Uhr oder an Samstag, Sonn-oder Feiertag aufsucht und der Besuch zu einer anderen Zeit nicht zumutbar war", führte Pumberger näher aus.

"Abschließend läßt sich festhalten, daß es manchen Kammerfunktionären offensichtlich nicht in den politischen Kram paßt, daß die Regierung versucht, ohne Beitragserhöhungen die Krankenkassen zu sanieren. Der Schluß, daß es ihnen hier wieder nur um die Honorare geht - die zu einem großen Teil auch aus der Ambulanztätigkeit bestehen - drängt sich auf. Auf derart persönliche Befindlichkeiten können wir allerdings aus unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern nicht Rücksicht nehmen", erläuterte Pumberger. (Schluß)

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