• 26.02.2001, 11:21:17
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  • OTS0103

Öllinger fordert generelle Aufhebung der Unfallrentenbesteuerung

Arbeitsunfall schlechter gestellt als Sachschaden am Auto

Wien (OTS) "Die Grünen bleiben in der Causa der Besteuerung der
Unfallrenten bei ihren Einwänden, die sie schon bei der
Beschlußfassung vertreten haben und fordern daher die vollkommene
Aufhebung. Es ist nämlich unerträglich, daß Leute, die einen
Arbeitsunfall erleiden, schlechter behandelt werden als jene, die
einen Sachschaden beim Auto abgegolten bekommen. Einen Sachschaden
erhalten die Schadensnehmer nämlich voll abgegolten, ohne Steuer
zahlen zu müssen, so Öllinger.

Die Besteuerung von Unfallrenten betrifft rund 108.000 Rentenbezieher
mit einem Durchschnittseinkommen von 13.800 Schilling.
Durchschnittlich bedeutet diese Besteuerung eine Rentenkürzung von
einem Drittel, und dies von einem bereits sehr tiefen Niveau.
Außerdem beinhalten die Unfallrenten eine Art Schmerzensgeld, das bei
privaten Schädigungen nicht versteuert werden muß. Die Unfallrente
deckt auch niemals 100 Prozent des Einkommensausfalls ab, erinnert
Öllinger.

Besonders absurd ist, daß es nach wie andere Formen von Unfallrenten
gibt, die nicht besteuert werden. Etwa jene von Präsenzdienern, nicht
jedoch von Zivildienern. "Diese Ungerechtigkeit muß sofort beseitigt
werden", so Öllinger.

Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: [email protected]

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