• 25.02.2001, 08:00:09
  • /
  • OTS0003

"profil": Antibiotika-Affäre: Bauern waren vorgewarnt

Österreichische Landwirte wurden von Behörden vorab über Hofkontrollen informiert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wurden zahlreiche Bauern vor
Kontrollen ihrer Höfe gewarnt. Informationen der
Tierschutzorganisation Vier Pfoten zufolge wurden Landwirte etwa
zwei Tage vor dem Besuch der Behörden angerufen und über die
geplanten Kontrollen informiert.
"Das ist unglaublich", so Michael Buchner von Vier Pfoten in
"profil", "die Bauern hatten Zeit, alle verdächtigen Substanzen
wegzuräumen. Es konnte gar nichts gefunden werden." Buchner glaubt,
dass nicht zuletzt deshalb nur relativ wenige Fälle von illegalem
Antibiotika-Einsatz in der Schweinemast bewiesen werden konnten.
Insider berichten in "profil" außerdem über Probleme in der
Analytik: So seien zwei Labor-Tests nötig, um den Verdacht auf
verbotene Medikamente zu erhärten: eine Blutprobe und eine Analyse
des Fleisches vom zugehörigen Tier. Doch in der Praxis, so der
Chemiker Michael Loeckx in "profil", vergingen oft ein bis zwei
Wochen zwischen den beiden Analysen. Das Problem dabei, so Loeckx:
Antibiotika bauen sich im Fleisch nach drei bis vier Tagen ab. Dies
bedeute, dass Landwirte entlastet würden und ihre Höfe wieder
aufsperren dürften, obwohl in Blutproben von ihren Betrieben
Antibiotika gefunden worden waren. Loeckx: "Die ganze Sache läuft
ins Leere."

Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion

Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502t´

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel