- 21.02.2001, 11:35:09
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- OTS0145
BSE verunsichert Konsumenten und Ärzte
Haupt, Plank: Gutes Zeugnis für Landwirtschaft
St.Pölten (NLK) - BSE und Schweinefleischskandal verunsichern
Konsumenten und auch Ärzte. Die Ärztekammer Niederösterreich
organisierte deshalb gestern Abend in Wien eine
Informationsveranstaltung, bei der Experten und Politiker Antworten
gaben.
Gesundheitsminister Mag. Herbert Haupt wies darauf hin, dass in
Österreich das Tiermehlverbot seit 1990 gelte und auch eingehalten
wurde. In Österreich sei auf Grund der kleinstrukturierten
Landwirtschaft Tiermehl kaum verwendet worden. Haupt: "In Österreich
werden alle Rinder ab einem Alter von 30 Monaten lückenlos auf BSE
untersucht, bisher gab es noch kein infiziertes Rind.
Österreichisches Rindfleisch ist unbedenklich", betonte Haupt. Zu den
verbotenen Antibiotika in der Schweinezucht sagte der Minister, dass
illegale Arzneimittel demnächst gesetzlich verboten sein werden.
"Notwendig ist es auch, mehr Forschungsmittel für Embryonen zur
Verfügung zu stellen", forderte der Minister. Grundsätzlich gebe es
wenig Tierseuchen in Österreich. BSE-Krise und Schweinefleischskandal
hätten noch mehr Sicherheit für die Konsumenten zur Folge.
Niederösterreichs Landwirtschafts-Landesrat Dip.Ing Josef Plank
gab zu bedenken, dass Österreich in der EU die drittschlechteste
Preissituation bei Rindfleisch habe, obwohl bisher kein BSE
aufgetreten sei. Die Rindfleisch-Lager seien bis Dezember leer
gewesen, durch den jetzigen Rindfleisch-Überschuss seien bäuerliche
Existenzen stark gefährdet, die Alternativen eingeschränkt. Mit der
flächenbezogenen Produktion sei man in Österreich aber den richtigen
Weg gegangen. Plank: "In Zukunft muss der Konsument aus einer großen
Produktpalette, die von Importware bis zu Bioprodukten reicht,
auswählen können."
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12172
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