Apothekerkammer informiert über Gift der Engelstrompete

Vorarlberger Jugendliche hatten Glück im Unglück: Tee der Engelstrompete kann tödlich sein

Wien (OTS) - In Vorarlberg hatten am Wochenende zwei Jugendliche
Tee aus er Engelstrompetet gebraut und diesen getrunken. Das hat zu schweren Rausch- und Vergiftungserscheinungen geführt. Dabei hatten die beiden Glück im Unglück: So ein Experiment kann auch tödlich enden.

In ihrer Schönheit wirkt die Engelstrompete elegant und harmlos, aber schon kleine Mengen eingenommen, können verheerende Folgen haben. Die Engelstrompete ist eine weit verbreitete Zierpflanze, frei zugänglich im Handel als Topf- und Kübelpflanzen und in Samenkuverts. Die Einnahme kann aber zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen, ja sogar zu solchen mit tödlichem Verlauf führen.

Die Engelstrompeten gehöret zu den Nachtschattengewächsen, einer weltweit verbreiteten Pflanzenfamilie mit vielen bekannten Heil- und Giftpflanzen, darunter auch der heute weltweit verbreitete, aus Südamerika stammende Erdapfel. Die grosse, strauchige Engelstrompete ist mit ihren hängenden, bis zu 50cm langen Blütentrompete eine beliebte Kübelpflanze. Besonders die prächtig gefärbten Arten sind noch wesentlich giftiger als ihre weissblütigen Verwandten.

Die Techno- und Punkerjugend geht gerne neue Risiken ein und stürzt sich in neue Drogenabenteuer. Es wird herumlaboriert mit der Zubereitung diverser Pflanzentees, von deren halluzinogenen Wirkung die Jugendlichen irgendwo gehört oder gelesen haben. Da muss dann auch die strauchige Engelstrompeten (oft unter dem Namen Brugmansia bekannt) herhalten. Dabei können im Tee Giftmengen freigesetzt werden, die sogar lebensbedrohend sind.

Halluzinationen bewirken verwirrtes, unkontrolliertes, merkwürdiges bis idiotisches, aber meist gutmütiges Verhalten. Vielen wird nur schlecht, die Übelkeit kombiniert mit Kopfschmerzen und reizt nicht gerade zu Wiederholung. Die anfängliche Erregung kann unkontrollierbar in Tanzwut, Tobsucht und Lachkrampf umschlagen und führt dann über akute Halluzination zum Tod durch Atemlähmung. Wurden gleichzeitig andere Drogen oder starke Beruhigungsmittel eingenommen, kann selbst medizinische Intensivbetreuung mit Gegengiften für nichts garantieren.

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