• 14.02.2001, 13:01:58
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  • OTS0173

Pirklhuber fordert Hilfe für kleinere Landwirtschaftsbetriebe

Molterer und Fischler für Supergau verantwortlich

Wien (OTS) - Molterer soll sofort einen Maximalbetrag für die
Förderungen für Großbetriebe festlegen (Modulation nach Arbeitskraft
und Umweltmaßnahmen), und die so eingesparten Mittel für ökologische
Vorhaben und zur Erlangung einer sozialen Ausgewogenheit verwenden.
Das würde den kleineren Betrieben helfen, die Krise auf dem
Rindermarkt überstehen zu können, so der Landwirtschaftssprecher der
Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Von dieser Möglichkeit zur Umsteuerung
öffentlicher Förderungen hat Molterer bisher keinen Gebrauch gemacht,
kritisiert Pirklhuber, daher fließt der Löwenanteil der
Agrarförderungen weiterhin an große, industriell wirtschaftende
Betriebe. Die Grünen sehen in der Rinderwirtschaft in Österreich eine
ökologisch angepasste Landbewirtschaftung des Alpenraumes, die es zu
erhalten gilt und andere EU-Mitgliedstaaten wie z.B. Frankreich haben
im Rahmen der ländlichen Entwicklungspolitik bereits längst ähnliche
Maßnahmen eingeführt.

"Die Grünen fordern weiters eine grundlegende Reform der
EU-Agrarpolitik, die von der Logik der Weltmarktorientierung und
Überschussproduktion abgeht. "Fischler ist anscheinend immer noch
darauf aus, mit EU-Überschüssen und Subventionen die Weltmärkte zu
erobern. So werden weiterhin die grausamen Lebendtierexporte
subventioniert", kritisiert Pirklhuber. "Seit Jahren weisen die
Grünen auf die Widersinnigkeit dieses Agrarsystems hin, das die
industrielle Produktion begünstigt, kleine Betriebe in den Ruin
treibt und Tiere wie tote Materie behandelt. Fischler und Molterer
sind für diesen Mega-Gau der Landwirtschaft verantwortlich", so
Pirklhuber.

Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: [email protected]

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