• 09.02.2001, 12:34:45
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  • OTS0184

Jungbauernschaft widerspricht Rinder-Vorschlägen von Petrovic und Glawischnig

Durchfüttern nicht vermarktbarer Rinder ist Unsinn

Wien, 9. Februar 2001 (AIZ). - Der Vorschlag der
"Agrarsprecherinnen" der Grünen, Madeleine Petrovic und Eva
Glawischnig, Rinder auf den Bauernhöfen einfach solange
durchzufüttern, bis sich der Markt wieder erholt, zeige so die
Österreichische Jungbauernschaft in einer Aussendung, "dass sie von
ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen keine Ahnung haben".
Landwirtschaft baue auf Naturkreisläufen auf. Die Natur bringe es
mit sich, dass regelmäßig Kälber geboren werden. Werden die alten
Rinder nicht geschlachtet und gegessen, verdoppeln sich die
Viehbestände auf den Bauernhöfen. Für diesen Viehbestand sei weder
das Futter vorhanden, noch könne bei einem doppelten Viehbestand die
Gülle ordnungsgemäß verwendet werden. Der Gülleanfall würde
mittelfristig so hoch werden, dass eine Grundwasserbelastung
unvermeidlich ist. Bei einer Verdoppelung des Viehbestandes würde
auf vielen Höfen die gesetzlichen und die Öko-Bestandesgrenzen
überschritten. Die Bauern müssten als Folge die Förderungen für
umweltgerechte Landwirtschaft zurückzahlen, sagen die Jungbauern.
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Petrovic und Glawischnig verlangten damit eigentlich das, was die
Grünen immer vehement abgelehnt hätten, nämlich eine Tierhaltung,
die vom Boden abgekoppelt ist. Zudem sei nicht zu erwarten, dass
sich in einem halben Jahr die Nachfrage nach Rindfleisch verdoppeln
werde. "Tierschutz ohne Ökologie und Ökonomie ist entweder purer
Populismus oder Weltfremdheit", so Alois Leidwein, Generalsekretär
der Österreichischen Jungbauernschaft.
(Schluss)

Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, e-Mail: [email protected]

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