Pistotnig: Verhältnis Wald, Wild und Mensch

Erholungssuchende Senioren, Kinder und Wild haben ein Recht auf Schutz vor Mountainbikern

Wien, 2001-02-05 (fpd) - "Es ist bezeichnend für den SPÖ-Abgeordneten Kräuter, im Sportausschuß zu fordern, Mountainbikern sollen generell alle Wege ab eineinhalb Metern Breite (Hohlweg) geöffnet werden und dann einen Entschließungsantrag ‚Sicherung des Waldes als Erholungsgebiet‘ einzubringen. Dabei geht es hauptsächlich um befristete Sperrgebiete, welche ganze 0,8 % der Fläche ausmachen. Es kann auch nicht im Interesse von Senioren und Kindern sein, daß diese überhaupt keine Möglichkeit mehr hätten, sich ohne Mountainbiker im Wald erholen zu dürfen. Bei der Diskussion darüber, glänzten Kräuter und viele seiner Kollegen jedoch durch Abwesenheit ", kritisierte heute der freiheitliche Forstwirtschaftssprecher Abg. Jakob Pistotnig, der als "einsamer Rufer im Wald" als einziger auf den Wildschadensbericht 1999 einging. ***

"Das Motto der SPÖ heißt nämlich: ‚Nichts besitzen, aber alles benutzen‘", so Pistotnig weiter. "Besitzen heißt aber Verantwortung, Verantwortung gegenüber der Fauna und Flora, besitzen heißt wirtschaftliche Verantwortung, Sanierung des Schutzwaldes, Aufforstung und das Errichten und Erhalten von Wegen zur Bewirtschaftung der Wälder."

Zur Herstellung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Wald - Wild und Mensch bedürfe es einer permanenten Anstrengung aller Beteiligten. "Neben überhöhten Schalenwildbeständen und Waldweide (vor allem in Salzburg und Tirol) sind vor allem Fehler an der Wildfütterung und in der Waldbewirtschaftung, Monokulturen ohne entsprechendes Äsungsangebot sowie Beunruhigung des Wildes durch Tourismus, Siedlungstätigkeit und Verkehr zu nennen", so Pistotnig. "Durch zunehmende Inanspruchnahme der Natur durch den Menschen wird der Lebensraum des Wildes immer stärker eingeengt. Dies führt mangels Ausweichmöglichkeiten regional zu überhöhten Wildschäden. Ich vergönne jedem Bürger, sich im Wald zu erholen - jedoch maßhalten tut not", schloß Pisotnig. (Schluß)

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