Glawischnig zu Schweineaffäre und BSE: Gegen Steuererhöhungen

Agrarfunktionäre wollen sich aus der Verantwortung stehlen.

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an dem Vorschlag von Landwirtschaftskammer-Präsident Schwarzböck, die Kosten für BSE und Schweineskandal durch Steuererhöhungen den Konsumenten umzuhängen, übt heute Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. "Anstatt Vorschläge zur jetzt dringend gebotene Totalreform des Agrarsystems zu machen, etwa eine Änderung des Fördersystems oder Vorschläge für qualitätsorientierte, tiergerechte Landwirtschaft vorzulegen, wollen sich die Agrarfunktionäre offensichtlich aus der Verantwortung stehlen", so Glawischnig. "Steuererhöhungen zur Bewältigung der Krise kommen für die Grünen nicht in Frage. Selbstverständlich müssen die Kosten für BSE und Schweineskandal aus dem Budget getragen werden."

"Die Verantwortung für die Krise der Landwirtschaft liegt nicht bei den KonsumentInnen. Diese tragen bereits das Gesundheitsrisiko und werden jetzt schon dreimal zur Kasse gebeten: Sie finanzieren ein widersinniges Agrarsystem, sie zahlen, um die Umweltschäden der Landwirtschaft zu sanieren, und ein drittes Mal, um die Tiere massenweise zu entsorgen", so Glawischnig.

Als "skandalöse Ansage" bezeichnet Glawischnig zudem die Ankündigung des oberösterreichischen Bauernbundes, gegen Tierschützer per Sammelklage vorgehen zu wollen. "Diejenigen, die den Skandal durch jahrelange Recherchen an die Öffentlichkeit gebracht haben, sollen jetzt mundtot gemacht werden", so die Umwelsprecherin abschließend.

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