Kadenbach: VP/FP-Agrarindustrielobby lehnt verstärkte Förderung für Biobauern ab

Offensichtlich kein Umdenken in Sachen Änderung der Förderungsstrukturen in der Landwirtschaft bei ÖVP und FPÖ

St. Pölten, (SPI) - "Die VP/FP-Agrarindustrielobby ist offensichtlich gewillt, ihren völlig falschen Weg in der Landwirtschaft mit einer krassen Übervorteilung der großen Agrarfabriken und Tierzuchtanstalten fortzusetzen", kommentiert SPNÖ-Landesparteigeschäftsführerin Karin Kadenbach den Umstand, dass beide Koalitionsparteien im Parlament am vergangenen Donnerstag einen Antrag zur Stärkung der biologischen Landwirtschaft, für höhere Förderungen für Biobauern sowie eine soziale Staffelung bei den Agrarförderungen abgelehnt haben.****

BSE und Medikamentenmissbrauch in der Schweinezucht - die Agrarpolitik der ÖVP, für die sie die vergangenen Jahrzehnte verantwortlich zeichnet, ist gescheitert. Trotzdem ist die VP-Agrarlobby nicht gewillt, einen Umdenkprozess einzuleiten. Damit wird auch den Forderungen der Konsumenten, die angesichts der jüngsten Enthüllungen den Umstieg auf eine biologisch verträgliche Landwirtschaft fordern, weiter nicht Rechnung getragen. Zudem waren Medikamentenmissbrauch in der Massentierhaltung und die Fütterung mit Tiermehl oder sonstigen nicht artgerechten Futter seit langem bekannt. Die Agrarpolitik ist seit Jahrzehnten fest in ÖVP Hand. Zudem gibt es in der ÖVP eine völlig lähmende und verkrustete Vermischung von den Funktionen "Bauernvertreter - Politiker -Funktionär in der Agrarindustrie".

"Die SPÖ-NÖ fordert eine radikale Neuorientierung der Landwirtschaftspolitik. Wir brauchen strenge Kontrollen der Lebensmittelproduktion vor Ort durch unabhängige Einrichtungen, strenge Kontrolle aller Zulieferbetriebe für die Landwirtschaft sowie eine verstärkte Förderung von Biobauern und den kleineren bäuerlichen Betrieben durch Deckelung der Subventionen nach Fläche und Zahl der gehaltenen Tiere. Was wir auch brauchen ist eine genaue Durchleuchtung der ‚Förderinstrumentarien‘ in der Landwirtschaft, wo alljährlich Milliarden an Steuermitteln hineingepumpt werden, für die Bauern und die Konsumenten aber offensichtlich wenig herauskommt", so SPNÖ-LGF Kadenbach abschließend.
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