Premiere im KlangTheater des RadioKulturhauses: "DichterHören - TonSpuren" - Wolfgang Gasser liest Thomas Bernhard

Wien (OTS) - Ab Februar ist im KlangTheater des RadioKulturhauses Literatur auf eine völlig neue Art zu erleben: Die Veranstaltungsreihe "DichterHören - TonSpuren" bietet zweimonatlich Erlesenes und Biographisches zu großen österreichischen Autoren und ihrem Werk. Der erste Zyklus der Reihe vom 12. bis 15. Februar ist Thomas Bernhard gewidmet, der heuer seinen 70 Geburtstag gefeiert hätte.****

Als Premiere von "DichterHören - TonSpuren" präsentiert das KlangTheater am 12. Februar den Großmeister der tönenden Tirade, des Satzklanges und der Wortmusik: Thomas Bernhard, der am 9. Februar seinen 70. Geburtstag begangen hätte und dessen Todestag sich am 12. Februar zum 12. Mal jährt. Burgschauspieler Wolfgang Gasser wird Texte von Bernhard (u. a. aus "Der Untergeher", "Frost", "In der Höhe", "Der Stimmenimitator", "Gesammelte Gedichte"), lesen, ergänzend dazu gibt es Video- und Toneinspielungen, in denen der Autor im Orginalton zu hören sein wird.

"Es freut mich ganz besonders, dass wir Wolfgang Gasser als Interpreten der Bernhard’schen Texte gewinnen konnten", so Christiane Goller, Geschäftsführerin des RadioKulturhauses. "Die Kombination Gasser-Bernhard war wohl der Hauptgrund, dass die drei Vorstellungen bereits kurz nach Bekanntgabe ausverkauft waren. Wir haben deshalb einen vierten Termin angesetzt, und es ist jetzt schon sicher, dass wir diese Produktion zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen werden."

Zur kontroversiellen Gestalt des Thomas Bernhard gehören selbstverständlich nicht nur seine Bühnenstücke, die sich von Salzburg bis Wien skandalträchtig inszenieren ließen; Thomas Bernhard, das sind vor allem die großen Prosatexte und die frühen Erzählungen aus den Fünfzigerjahren, die Gedichte, die er sein ganzes Schriftstellerleben lang immer wieder neu versammelte und schließlich 1993 nochmals erscheinen ließ. Selbstverständlich wird im KlangTheater auch Thomas Bernhard selbst zu hören sein, mit persönlichen Wortmeldungen zu Religion und Kirche, Sexualität, Lachen, und natürlich zu seinen "Lieblingsthemen" Tod und Krankheit.

Im dunklen Raum des KlangTheaters fügen sich Kunst und Privates zu einem dreidimensionalen, authentischen Hörbild: Das Wort gewinnt Gestalt. Die musikalischen Bezüge ergeben sich aus dem Oeuvre und der privaten Affinität - getreu dem Bekenntnis H. C. Artmanns: "Ohne Literatur könnte ich leben, ohne Musik nicht". "DichterHören -TonSpuren" im KlangTheater des RadioKulturhauses will in erster Linie authentisch sein, den direkten akustischen Zugang zur Literatur und den Menschen bieten, die sie produzieren. Es sind ausschließlich Autorinnen und Autoren des Zwanzigsten Jahrhunderts, Zeitgenossen also, die da vor Ohr geführt werden. Menschen, die sich der wohl einsamsten aller Künste verschrieben haben, um Gehör zu finden, bisher Unerhörtes zu sagen, Unsägliches zu erzählen. Mit lauten und leisen Worten, lyrisch und prosaisch, in sich selber lauschend, neue Wort- und Silbenklänge imaginierend, auch zwischen den Zeilen redend.

Eben diese Zwischentöne sollen im KlangTheater genauso hörbar werden wie das gedachte, geschriebene, gesprochene Wort selbst. "DichterHören - TonSpuren" soll eine weitere Möglichkeit anbieten:
Ganz Ohr sein für die Kunst und die Künstler des Wortes. Hinhören, Hineinhorchen, Heraushören - all das wird man im KlangTheater bei "DichterHören - TonSpuren" können.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage (kultur.orf.at/radiokulturhaus) oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377).(hb)

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