- 02.02.2001, 11:24:17
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Apothekerkammer: Einsparungsmaßnahmen im Arzneimittelbereich erfolgreich!
Vermehrter Generikaeinsatz von geringer Bedeutung.
Wien (OTS) - Die gestrige Aussage der PEMA (Plattform zur
Einsparung von Medikamentenausgaben), wonach durch den verstärkten
Einsatz von Generika Einsparungen bis zu einer Milliarde möglich
sind, wird von der Österreichischen Apothekerkammer (ÖAK)
relativiert. Mag. Martin Traxler, Leiter der wirtschafts- und
finanzpolitischen Abteilung der ÖAK, stellt dazu fest: "Durch die
niedrigen Preise von Original-Arzneimitteln in Österreich liegen die
erzielbaren Einsparungen bei Generika weit unter den als Vergleich
herangezogenen Ländern wie Deutschland und Dänemark.
Der Anteil an Generika in Ländern, die wie Österreich als
Niedrig-Preis-Länder im Arzneimittelbereich bekannt sind, wie z.B.
Spanien, Frankreich, Portugal, liegen zwischen null und drei
Prozent. Der Anteil an Generika in Österreich ist in diesem
Zusammenhang sogar relativ hoch und beträgt rund 9% (ÖBIG Studie
2000)".
Durch eine Vielzahl von Maßnahmen, an denen die Apotheker
konstruktiv mitgearbeitet haben, konnte im Heilmittelbereich bereits
erfolgreich eingespart werden, betont Traxler.
Im letzten Quartal 2000 konnte ein echter Rückgang bei den
Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente erreicht werden. In den
Monaten 10 - 12/2000 hat der Rückgang im Vergleich zu den Monaten 10
- 12/1999 rund 66 Millionen Schilling betragen.
Die Tatsache, dass der Anteil der Ausgaben für über Apotheken
abgegebene Medikamente 11,1 % an den Gesamtausgaben der Krankenkassen
beträgt, macht jedoch deutlich, so der Experte der Apothekerkammer,
dass das Defizit der Krankenkassen nicht durch weitere Einsparungen
bei den Medikamenten zu beseitigen ist.
Rückfragehinweis: Mag. Martin Traxler,
Tel.: 01/404 14/133
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