• 31.01.2001, 13:23:40
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  • OTS0231

Caritas versorgt Tausende Familien in der Erdbebenregion

Fünf Zeltstädte bereits errichtet

Wien (OTS) - "Wir haben Kinder gefunden, mit hohem Fieber und mit
tränenden Augen. Viele leiden bereits an Augeninfektionen. Über den
Dörfern hängt der strenge Geruch verwesender Leichen", berichten die
indischen Caritas-Helfer, die nun den Ausbruch von Epidemien
befürchten. Die Region Kutch mit der Hauptstadt Bhuj ist die am
schwersten betroffene Region. "Als vorige Woche hier die Erde bebte,
dachten viele, dass wieder - wie vor zwei Jahren schon - ein
Wirbelsturm aufziehen würde. Schulkinder stürmten in die Schulhäuser
- aus Angst vor dem Wirbelsturm. Als sie im Gebäude waren, brach
alles zusammen und Hunderte Kinder wurden lebendig begraben",
berichten die Caritas-Mitarbeiter vor Ort.

Die Hilfe der Caritas ist in der Zwischenzeit voll angelaufen. Die
Caritas Indien hat bereits fünf Zeltstädte errichtet und versorgt
derzeit rund 35.000 betroffene Familien mit Lebensmitteln, Decken und
Zeltmaterial. Von drei Einsatzzentren in Bhuj, Gandidham und Bhachau
aus wird die lokale Hilfe organisiert. Doch das Material für die
Notversorgung reicht nach wie vor nicht aus: "Wir brauchen noch
dringend Material für Zelte, Decken, reines Wasser, Antibiotika und
Schmerz- und Desinfektionsmittel. Wir müssen mindestens 50.000 Zelte
aufstellen, damit die Überlebenden nicht im Freien schlafen müssen",
berichtet Friedrich Altenburg, Leiter der österreichischen
Caritas-Katastrophenhilfe nach seinem Eintreffen in Ahmedabad. Im
Laufe des morgigen Tages wird das internationale Caritas-Team direkt
in Bhuj eintreffen und die lokalen Caritas-Helfer unterstützen.
Weitere Nachbeben versetzen die Opfer in tiefe Schocks und erschweren
die Hilfsarbeiten. Gleichzeitig versucht die Caritas in die
abgeschnittenen Dörfer zu kommen, die auch fünf Tage nach dem Beben
noch keine Hilfe erreicht haben.

Die Caritas bereitet sich auf einen langfristigen Einsatz in der
Erdbebenregion vor. "In den nächsten Wochen und Monaten brauchen die
Menschen neben der Hilfe beim Wiederaufbau zusätzlich psychologische
Betreuung. Viele haben Familienangehörige neben sich sterben gesehen.
Sie haben durch diese Tragödie alles verloren", berichtet Friedrich
Altenburg.

Die Caritas bittet um Spenden für Hilfe im Katastrophengebiet.
P.S.K. 7.700.004 Kennwort "Erdbeben Indien"

Rückfragehinweis: Caritas, Kommunikation
Tel.: (01) 488 31-422 oder 0664/384 66 25

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