Caritas versorgt Tausende Familien in der Erdbebenregion

Fünf Zeltstädte bereits errichtet

Wien (OTS) - "Wir haben Kinder gefunden, mit hohem Fieber und mit tränenden Augen. Viele leiden bereits an Augeninfektionen. Über den Dörfern hängt der strenge Geruch verwesender Leichen", berichten die indischen Caritas-Helfer, die nun den Ausbruch von Epidemien befürchten. Die Region Kutch mit der Hauptstadt Bhuj ist die am schwersten betroffene Region. "Als vorige Woche hier die Erde bebte, dachten viele, dass wieder - wie vor zwei Jahren schon - ein Wirbelsturm aufziehen würde. Schulkinder stürmten in die Schulhäuser - aus Angst vor dem Wirbelsturm. Als sie im Gebäude waren, brach alles zusammen und Hunderte Kinder wurden lebendig begraben", berichten die Caritas-Mitarbeiter vor Ort.

Die Hilfe der Caritas ist in der Zwischenzeit voll angelaufen. Die Caritas Indien hat bereits fünf Zeltstädte errichtet und versorgt derzeit rund 35.000 betroffene Familien mit Lebensmitteln, Decken und Zeltmaterial. Von drei Einsatzzentren in Bhuj, Gandidham und Bhachau aus wird die lokale Hilfe organisiert. Doch das Material für die Notversorgung reicht nach wie vor nicht aus: "Wir brauchen noch dringend Material für Zelte, Decken, reines Wasser, Antibiotika und Schmerz- und Desinfektionsmittel. Wir müssen mindestens 50.000 Zelte aufstellen, damit die Überlebenden nicht im Freien schlafen müssen", berichtet Friedrich Altenburg, Leiter der österreichischen Caritas-Katastrophenhilfe nach seinem Eintreffen in Ahmedabad. Im Laufe des morgigen Tages wird das internationale Caritas-Team direkt in Bhuj eintreffen und die lokalen Caritas-Helfer unterstützen. Weitere Nachbeben versetzen die Opfer in tiefe Schocks und erschweren die Hilfsarbeiten. Gleichzeitig versucht die Caritas in die abgeschnittenen Dörfer zu kommen, die auch fünf Tage nach dem Beben noch keine Hilfe erreicht haben.

Die Caritas bereitet sich auf einen langfristigen Einsatz in der Erdbebenregion vor. "In den nächsten Wochen und Monaten brauchen die Menschen neben der Hilfe beim Wiederaufbau zusätzlich psychologische Betreuung. Viele haben Familienangehörige neben sich sterben gesehen. Sie haben durch diese Tragödie alles verloren", berichtet Friedrich Altenburg.

Die Caritas bittet um Spenden für Hilfe im Katastrophengebiet. P.S.K. 7.700.004 Kennwort "Erdbeben Indien"

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