Temelin:Platzt morgiges Treffen zwischen Molterer und Kavan?

GLOBAL2000: Kein Abrücken vom Melker Abkommen zu Temelin!

Wien (OTS) - Platzt das für morgen geplante Treffen des österreichischen Umweltministers Molterer mit dem tschechischen Außenminister Kavan wegen unüberbrückbarer Gegensätze zur Umweltverträglichkeitsprüfung des Atomkraftwerks Temelin? GLOBAL 2000 fordert Minister Molterer auf nicht vom Melker Abkommen zu Temelin abzurücken, sondern eine konsequente und klare Haltung über die Durchführung einer Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung des Atomkraftwerks Temelin einzunehmen. "Das Melker Abkommen, indem u.a. die Umweltverträglichkeitsprüfung beschlossen wurde, stellt schon einen fragwürdigen Kompromiss dar. Dieser darf nicht noch weiter verwässert werden.," stellt Heinz Högelsberger von GLOBAL 2000 klar:
"Minister Molterer darf nicht noch auf weitere Kompromisse eingehen". Die Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung muss nach tschechischem Recht mit ausreichenden Fristen und wahrer Beteiligung der Bürger sowie der Beteiligung Österreichs und Deutschlands stattfinden. Weiters verlangt GLOBAL 2000, dass Temelin mindestens bis zum Ende der Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschaltet bleibt und das Ergebnis der UVP auch wirkliche Konsequenzen für Temelin haben wird.

Der im heutigen Ministerrat behandelte Situationsbericht des 4. Quartals 2000 der tschechischen nuklearen Aufsichtbehörde SUJB macht durch seine Oberflächlichkeit in der Sicherheitsfrage die Forderung nach einer Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung umso dringlicher. Im Situationsbericht heißt es wörtlich: "Anfang Oktober publizierte WENRA (Western European Nuclear Regulatory Authorities) den Bericht über den Stand der nuklearen Sicherheit in den Kandidatenländern. Im Teil über die Tschechische Republik wird konstatiert, daß die einzige bei Temelin ungelöste Sicherheitsfrage die Sicherung der hochenergetischen Dampfleitungen bei ihrem Bruch ist. Weiters empfiehlt die Studie, sich mit dieser Frage zu befassen. Unter dem Aspekt der tschechischen Legislative hält SUJB diese Frage für gelöst........". Die Tatsache, dass SJUB schwerwiegende Sicherheitsbedenken, die pronuklearen Organisationen geäußert werden, kaltblütig vom Tisch wischt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Sicherheitskultur beim AKW Temelin." sagt Heinz Högelsberger von GLOBAL 2000.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000, Heinz Högelsberger
Telefon: +43/1/812 57 30-38

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL/OTS