- 31.01.2001, 12:41:19
- /
- OTS0198
Temelin:Platzt morgiges Treffen zwischen Molterer und Kavan?
GLOBAL2000: Kein Abrücken vom Melker Abkommen zu Temelin!
Wien (OTS) - Platzt das für morgen geplante Treffen des
österreichischen Umweltministers Molterer mit dem tschechischen
Außenminister Kavan wegen unüberbrückbarer Gegensätze zur
Umweltverträglichkeitsprüfung des Atomkraftwerks Temelin? GLOBAL
2000 fordert Minister Molterer auf nicht vom Melker Abkommen zu
Temelin abzurücken, sondern eine konsequente und klare Haltung über
die Durchführung einer Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung des
Atomkraftwerks Temelin einzunehmen. "Das Melker Abkommen, indem u.a.
die Umweltverträglichkeitsprüfung beschlossen wurde, stellt schon
einen fragwürdigen Kompromiss dar. Dieser darf nicht noch weiter
verwässert werden.," stellt Heinz Högelsberger von GLOBAL 2000 klar:
"Minister Molterer darf nicht noch auf weitere Kompromisse eingehen".
Die Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung muss nach tschechischem
Recht mit ausreichenden Fristen und wahrer Beteiligung der Bürger
sowie der Beteiligung Österreichs und Deutschlands stattfinden.
Weiters verlangt GLOBAL 2000, dass Temelin mindestens bis zum Ende
der Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschaltet bleibt und das
Ergebnis der UVP auch wirkliche Konsequenzen für Temelin haben wird.
Der im heutigen Ministerrat behandelte Situationsbericht des 4.
Quartals 2000 der tschechischen nuklearen Aufsichtbehörde SUJB macht
durch seine Oberflächlichkeit in der Sicherheitsfrage die Forderung
nach einer Gesamt-Umweltverträglichkeitsprüfung umso dringlicher. Im
Situationsbericht heißt es wörtlich: "Anfang Oktober publizierte
WENRA (Western European Nuclear Regulatory Authorities) den Bericht
über den Stand der nuklearen Sicherheit in den Kandidatenländern. Im
Teil über die Tschechische Republik wird konstatiert, daß die
einzige bei Temelin ungelöste Sicherheitsfrage die Sicherung der
hochenergetischen Dampfleitungen bei ihrem Bruch ist. Weiters
empfiehlt die Studie, sich mit dieser Frage zu befassen. Unter dem
Aspekt der tschechischen Legislative hält SUJB diese Frage für
gelöst........". Die Tatsache, dass SJUB schwerwiegende
Sicherheitsbedenken, die pronuklearen Organisationen geäußert werden,
kaltblütig vom Tisch wischt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die
Sicherheitskultur beim AKW Temelin." sagt Heinz Högelsberger von
GLOBAL 2000.
Rückfragehinweis: GLOBAL 2000, Heinz Högelsberger
Telefon: +43/1/812 57 30-38
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL/OTS






