• 31.01.2001, 11:53:58
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  • OTS0176

Leitl: IT-Marketing-Offensive macht Greencards zu Braincards

Wirtschaftskammer will Techniker-Frauenanteil steigern - IT-Stipendien-Initiative zeigt erste Erfolge

Wien (PWK074) "850 Absolventen von IT-Studienrichtungen pro Jahr
sind eindeutig zuwenig. So kann mit der rasanten technologischen und
wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land nicht mitgehalten
werden. Und mit einem Frauenanteil an Technikerinnen von fünf Prozent
liegen wir sogar hinter der Türkei am unrühmlichen letzten Platz",
unterstützte heute Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer
Österreich, die "morefuture"- Marketing-Offensive der Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU-Wien. Leitl wies in
diesem Zusammenhang auf die bereits seitens der Wirtschaftskammer
gestartete IT-Initiativen hin, die Studierenden von betreffenden
Studienrichtungen im kommenden Studienjahr rund 20 Millionen an
finanzieller Unterstützung zukommen lassen. Die nun beschlossene
Erhöhung der Ausländerquote für Fachkräfte um 600 kommentierte Leitl
als "einen Tropfen auf den heißen Stein".

Der Mangel von IT-Kräften quer durch alle Branchen beläuft sich auf
mindestens 10.000. Die Zahl der Absolventen von entsprechenden
Studienrichtungen beträgt derzeit aber nur rund 850 pro Jahr. "Wir
brauchen also wesentlich mehr Absolventen. Gezielte Maßnahmen wie die
'morefuture'-Initiative der Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik sind daher vorbildlich und kommen gerade zum
richtigen Zeitpunkt." Für Leitl sind diese Studienrichtungen in
mehrfacher Hinsicht interessant. "Einerseits bieten sie eine enorme
Arbeitsplatzgarantie und andererseits verdienen die Absolventen auch
rund 50 Prozent mehr als Akademiker anderer Studienrichtungen."

"morefuture" passt auch ideal zu der schon seitens der
Wirtschaftskammer Österreich gesetzten Initiative, 1.000
Studienanfängern aus den erwähnten Bedarfs-Studienrichtungen die
Studiengebühren für das Studienjahr 2001/2002 zu bezahlen. Die
notwendigen 10 Millionen werden durch Sponsoring der
Mitgliedsbetriebe bereitgestellt. Die Wirtschaftskammer wird den
aufgestellten Betrag verdoppeln. Sollten mehr als 10 Millionen
zustandekommen, so wird auch an eine Ausweitung der Aktion gedacht.
Die erst kürzlich angelaufene Aktion zeigt bereits erste Früchte. So
erwähnte der WKÖ-Präsident explizit die erst Ende vergangener Woche
eingegangene 100.000 Schilling-Beteiligung der Datentechnik AG. "Ich
bin durchaus optimistisch, das gesteckte Ziel zu erreichen. So machen
wir die Greencards zu Braincards." Genaue Informationen zur
Stipendien-Aktion der Wirtschaftskammer sind im Internet unter
http://wko.at zu finden.

Beim Thema Ausländerbeschäftigung plädierte Leitl für mehr Phantasie
in der Ausgestaltung der Zuwanderung. Immerhin könnten bilaterale
Beschäftigungsabkommen mit den "Nicht-EU-Nachbarstaaten" geschlossen
werden, wie sie beispielsweise mit Ungarn schon heute bestehen. "Eine
Ausweitung auf andere Kandidatenländer wäre eine Lösung des
Arbeitsmarktproblems und gleichzeitig ein positives Signal
Österreichs zur EU-Erweiterung." (AB)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Dr. Alexander Biach
Tel.: 01/50105/4363
e-mail: alexander.biach@wko.at

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