ZWEITER RESTITUTIONSBERICHT LIEGT VOR Rund 900 Kunstgegenstände retourniert

Wien (PK) - Gemäss Paragraph 2 Absatz 3 des Bundesgesetzes vom 4.12.1998 über die Rückgabe von Kunstgegenständen aus den Österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen besteht eine jährliche Verpflichtung zur Information des Nationalrates über die erfolgte Übereignung von Kunstgegenständen. Ein erster Bericht wurde Ende 1999 (siehe PK vom 14.1.00) vorgelegt, nun wurde der zweite Restitutionsbericht dem Nationalrat zugeleitet (III-85 d.B.).

Im diesem Bericht wird festgehalten, dass es sich bei den gegenständlichen Fällen um wesentlich mehr handelt, als ursprünglich angenommen. Die im März 1998 eingesetzte Kommission für Provenienzforschung beim Bundesdenkmalamt arbeite laufend an der Katalogisierung der betreffenden Kunstgegenstände und übermittle die Ergebnisse dem hiezu eingerichteten Beirat. Der Beirat kam seiner Verpflichtung in sechs Sitzungen nach, unterzog die erarbeiteten Dossiers einer Prüfung und gab sodann entsprechende Empfehlungen ab.

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum an 28 Erben Kunst- und Kulturgüter ausgefolgt, wovon das Kunsthistorische Museum, das Museum für angewandte Kunst, das Bundesmobiliendepot, die Graphische Sammlung Albertina und die Österreichische Nationalbibliothek sowie die Österreichische Galerie und das Heeresgeschichtliche Museum betroffen waren. Übereignet wurden u.a. Gemälde von Klimt, Daffinger, Schwind, Alt, Spitzweg, Hanak und Faistauer, diverse Kunstgegenstände, Druckschriften und Bücher, u.a. von Mackay und Schopenhauer, antike Amphoren und Einrichtungsgegenstände aus verschiedensten Epochen. Insgesamt handelt es sich dabei um rund 900 Wertgegenstände.

Im Beirat sind unter dem Vorsitz von Sektionschef Rudolf Wran Repräsentanten des Wirtschafts- und des Justizministeriums, der Finanzprokuratur, der Universitäten Wien und Graz sowie des Heeresgeschichtlichen Museums vertreten. (Schluss)

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