• 26.01.2001, 17:54:25
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DER STANDARD-Innenpolitik: "Mehrheit ist misstrauisch" (von Conrad Seidl) - Erscheinungstag 27.01.01=

Linz (OTS) - Zwei Drittel der Österreicher glauben, dass
Medikamentenmissbrauch bei der Fütterung von Schweinen ein generelles
Problem ist, nur 28 Prozent gehen davon aus, dass es sich bei den
bekannt gewordenen Fällen um Einzelfälle handelt. Das geht aus einer
in dieser Woche durchgeführten market-Umfrage für den Standard
hervor.

Das Misstrauen zieht sich durch alle Alters- und
Gesellschaftsschichten. Und: Es richtet sich auch gegen Biobauern.
der Standard ließ fragen: "Muss man sich Ihrer Meinung nach auch bei
Produkten von Biobauern Sorgen wegen der Qualität des Fleisches
machen oder ist bei Biobauern die Qualität des Fleisches im
Wesentlichen in Ordnung?" Darauf sagten immerhin 26 Prozent der 400
Befragten, man müsse sich auch bei Bioware Sorgen machen. Besonders
skeptisch sind ältere, wenig gebildete und der SPÖ zuneigende
Befragte.

Allerdings: 70 Prozent der Österreicher vertrauen den Biobetrieben
und ihrem Fleisch.

In der Umfrage, die vom 22. bis 24. Jänner durchgeführt wurde,
wurde auch erhoben, ob die Österreicher ihre Ernährungsgewohnheiten
umgestellt haben. Nein, sagen sieben von zehn Befragten. 28 Prozent
aber bekunden, ihre Gewohnheiten geändert zu haben - besonders jene,
die den Medikamentenskandal in der Schweinemast für ein generelles
Problem halten.

Wer angab, dass sich sein Speisezettel verändert habe, wurde
gefragt, was denn nun vermehrt gegessen werde. Trotz der großen
Schwankungsbreite bei der relativ kleinen Stichprobe, lassen sich
klar Gemüse, Nudeln und Fisch als Gewinner identifizieren. Wenn es
doch Fleisch ist, dann Truthahn oder allenfalls Huhn. Dass Fleisch
durch Mehlspeisen ersetzt werden könnte, ist wenig populär, auch
Wildfleisch stellt für die meisten keine Alternative dar.

Rückfragehinweis: Der Standard
Tel.: (01) 531 70/428

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