DER STANDARD-Innenpolitik: "Mehrheit ist misstrauisch" (von Conrad Seidl) - Erscheinungstag 27.01.01

Linz (OTS) - Zwei Drittel der Österreicher glauben, dass Medikamentenmissbrauch bei der Fütterung von Schweinen ein generelles Problem ist, nur 28 Prozent gehen davon aus, dass es sich bei den bekannt gewordenen Fällen um Einzelfälle handelt. Das geht aus einer in dieser Woche durchgeführten market-Umfrage für den Standard hervor.

Das Misstrauen zieht sich durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten. Und: Es richtet sich auch gegen Biobauern. der Standard ließ fragen: "Muss man sich Ihrer Meinung nach auch bei Produkten von Biobauern Sorgen wegen der Qualität des Fleisches machen oder ist bei Biobauern die Qualität des Fleisches im Wesentlichen in Ordnung?" Darauf sagten immerhin 26 Prozent der 400 Befragten, man müsse sich auch bei Bioware Sorgen machen. Besonders skeptisch sind ältere, wenig gebildete und der SPÖ zuneigende Befragte.

Allerdings: 70 Prozent der Österreicher vertrauen den Biobetrieben und ihrem Fleisch.

In der Umfrage, die vom 22. bis 24. Jänner durchgeführt wurde, wurde auch erhoben, ob die Österreicher ihre Ernährungsgewohnheiten umgestellt haben. Nein, sagen sieben von zehn Befragten. 28 Prozent aber bekunden, ihre Gewohnheiten geändert zu haben - besonders jene, die den Medikamentenskandal in der Schweinemast für ein generelles Problem halten.

Wer angab, dass sich sein Speisezettel verändert habe, wurde gefragt, was denn nun vermehrt gegessen werde. Trotz der großen Schwankungsbreite bei der relativ kleinen Stichprobe, lassen sich klar Gemüse, Nudeln und Fisch als Gewinner identifizieren. Wenn es doch Fleisch ist, dann Truthahn oder allenfalls Huhn. Dass Fleisch durch Mehlspeisen ersetzt werden könnte, ist wenig populär, auch Wildfleisch stellt für die meisten keine Alternative dar.

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