• 24.01.2001, 13:06:41
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  • OTS0205

ÖH: Infokampagne für ausländische Studierende=

Zukünftige Lage der ausländische Studierende aus Nicht-EWR Ländern

Wien (OTS) - Die ÖH startet eine Infokampagne zur zukünftigen Lage
der ausländischen Studierenden aus Nicht-EWR Ländern, um die
Öffentlichkeit auf die Probleme der Studierenden aufmerksam zu
machen. "Der inhaltliche Schwerpunkt liegt einerseits bei den
Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren, es soll aber auch
das Arbeitsverbot für ausländische Studierende aus Nicht-EWR Ländern
thematisiert werden", erklärt Claude Haddad, Referent für
ausländische Studierende, der ÖH Bundesvertretung. Im Rahmen der
Kampagne wird das Referat für ausländische Studierende der ÖH
Bundesvertretung, aber auch der lokalen Hochschülerschaften, Kontakt
zu Universitätslehrern, zu Vertretern und Vertreterinnen von Politik
und Wirtschaft aufnehmen.

Die ÖH-Bundesvertretung hat schon in mehreren Beschlüssen dazu
aufgefordert, Rücksicht auf die Lage der ausländischen Studierenden
zu nehmen. Im Rahmen der Kampagne werden die Gesprächspartner über
die schwierige soziale Lage der Studierenden informiert, es soll aber
auch über Vorschläge für mögliche Änderungen diskutiert werden.

Von den 26 331 ausländischen Studierenden (WS 1998/99) an Österreichs
Universitäten, stammen 11.001 aus Nicht-EWR Ländern. Diese
Studierenden haben keine Arbeitserlaubnis in Österreich. Der
Beschluss der Bundesregierung, ab dem Wintersemester 2001 öS
20 000,- Studiengebühren zu verlangen, hat die Situation der
ausländischen Studierenden zusätzlich verschärft. "Viele werden sich
in Zukunft ein Studium in Österreich nicht mehr leisten können", so
Martin Faißt, Vorsitzender der Bundes-ÖH. Dadurch geht auch die immer
wieder geforderte Internationalität der österreichischen
Universitäten verloren. Eine wesentliche Voraussetzung um die
Internationalität der Universitäten zu fördern, ist die
Heimuniversitäten für Gaststudierende attraktiver zu machen. "Die
derzeitige Gesetzeslage in Österreich, im speziellen die der
Studierenden aus Nicht EWR- Ländern, macht es den Einzelnen unmöglich
ein Studium in Österreich zu finanzieren und wirkt sich in der Folge
negativ auf die Internationalisierung der Universitäten aus", erklärt
Claude Haddad. "Verschärft wird die Situation durch die Einführung
der Studiengebühren."

Die Kampagne wird am 15. März 2001 mit einer Podiumsdiskussion ihren
Abschluss nehmen.

Rückfragehinweis: Österreichische Hochschülerschaft (ÖH)

Pressesprecherin Cornelia Blum
Tel.: 0676/6699103
[email protected]

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