ÖH: Infokampagne für ausländische Studierende

Zukünftige Lage der ausländische Studierende aus Nicht-EWR Ländern

Wien (OTS) - Die ÖH startet eine Infokampagne zur zukünftigen Lage der ausländischen Studierenden aus Nicht-EWR Ländern, um die Öffentlichkeit auf die Probleme der Studierenden aufmerksam zu machen. "Der inhaltliche Schwerpunkt liegt einerseits bei den Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren, es soll aber auch das Arbeitsverbot für ausländische Studierende aus Nicht-EWR Ländern thematisiert werden", erklärt Claude Haddad, Referent für ausländische Studierende, der ÖH Bundesvertretung. Im Rahmen der Kampagne wird das Referat für ausländische Studierende der ÖH Bundesvertretung, aber auch der lokalen Hochschülerschaften, Kontakt zu Universitätslehrern, zu Vertretern und Vertreterinnen von Politik und Wirtschaft aufnehmen.

Die ÖH-Bundesvertretung hat schon in mehreren Beschlüssen dazu aufgefordert, Rücksicht auf die Lage der ausländischen Studierenden zu nehmen. Im Rahmen der Kampagne werden die Gesprächspartner über die schwierige soziale Lage der Studierenden informiert, es soll aber auch über Vorschläge für mögliche Änderungen diskutiert werden.

Von den 26 331 ausländischen Studierenden (WS 1998/99) an Österreichs Universitäten, stammen 11.001 aus Nicht-EWR Ländern. Diese Studierenden haben keine Arbeitserlaubnis in Österreich. Der Beschluss der Bundesregierung, ab dem Wintersemester 2001 öS
20 000,- Studiengebühren zu verlangen, hat die Situation der ausländischen Studierenden zusätzlich verschärft. "Viele werden sich in Zukunft ein Studium in Österreich nicht mehr leisten können", so Martin Faißt, Vorsitzender der Bundes-ÖH. Dadurch geht auch die immer wieder geforderte Internationalität der österreichischen Universitäten verloren. Eine wesentliche Voraussetzung um die Internationalität der Universitäten zu fördern, ist die Heimuniversitäten für Gaststudierende attraktiver zu machen. "Die derzeitige Gesetzeslage in Österreich, im speziellen die der Studierenden aus Nicht EWR- Ländern, macht es den Einzelnen unmöglich ein Studium in Österreich zu finanzieren und wirkt sich in der Folge negativ auf die Internationalisierung der Universitäten aus", erklärt Claude Haddad. "Verschärft wird die Situation durch die Einführung der Studiengebühren."

Die Kampagne wird am 15. März 2001 mit einer Podiumsdiskussion ihren Abschluss nehmen.

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