Vor Anlaufen des Brandauer-Films "Jedermanns Fest": Streit zwischen Regisseur und Produzent eskaliert

Vorausmeldung zu NEWS 4/01 v. 25.01.2001

Wien (OTS) - Nach vier Jahren Drehzeit, Budgetexplosion und
heftigen Konflikten zwischen Regisseur Fritz Lehner und Produzent Veit Heiduscka soll der Film "Jedermanns Fest" (Titelrolle: Klaus Maria Brandauer) nach Ostern anlaufen. Wie NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, eskaliert allerdings der Streit zwischen Lehner und Heiduschka weiter.

- Der Produzent beklagt via NEWS, die schon zuvor exorbitanten Kosten seien beim Nachdreh nochmals um 10 Millionen Schilling gestiegen und beliefen sich nun "bei 80 Millionen". Veranschlagt waren ursprünglich 57 Millionen.

- Heiduschka äußert ferner schwere Bedenken gegen die Filmlänge von 173 Minuten: "Der Film ist zu lang, die drei Stunden sind ein Dilemma." Heiduschka wollte den Film zuletzt ohne Lehners Mitwirkung um eine Stunde kürzen, verzichtete darauf aber nach einer gerichtlichen Drohung. Den Film selbst zu kürzen, verweigert Lehner im NEWS-Gespräch: "Daran ist nicht einmal zu denken Heiduschka scheint darin eine Lebensaufgabe gefunden zu haben, über mich zu schimpfen und schwer rufschädigende Behauptungen aufzustellen."

Lehner weiter: "Ich habe erwartet, nachdem es gelungen ist, "Jedermanns Fest" auf die Welt zu bringen, dass es dann ein Zugehen zwischen dem Produzenten und mir gibt. Zwar ist der Film fertig, aber er ist noch zu betreuen, zu präsentieren und das geschieht in der Regel im Dreieck Produzent, Regisseur, Verleih. Ich werde davon völlig ferngehalten. Kürzlich gab es in Wien eine Vorführung, bei der "Jedermanns Fest" den Geldgebern gezeigt wurde. Ich bin dazu nicht eingeladen, nicht einmal über den Termin informiert worden."

Lehners Angebot - "begraben wir das Kriegsbeil" - wird jedenfalls nicht akzeptiert werden. Heiduschka erklärt in NEWS, dem Regisseur anlässlich der Filmpremiere den Handschlag zu verweigern.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS-Chefredaktion
Tel. (01) 213 12 103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES/OTS