• 24.01.2001, 11:14:32
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  • OTS0114

Kuratorium für Verkehrssicherheit gegen Gurtenmuffel:

"Sich nicht anschnallen, ist ein Spiel mit dem Tod"

St.Pölten (NLK) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit
verschärft seine Gangart, was die Gurtensicherung bei Kraftwagen
betrifft: Erhebungen der Gurten-Anschnallquote im Jahr 2000 ergaben,
dass in Niederösterreich rund 77,2 Prozent der Pkw-Insassen auf
Vordersitzen und nur 40 Prozent der Passagiere auf dem Rücksitz den
Sicherheitsgurt verwenden. 29,6 Prozent aller Kinder waren bei
Fahrten im Ortsgebiet ungesichert unterwegs.

"Sich nicht anschnallen, ist ein Spiel mit dem Tod", appelliert
der Landesleiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in St.Pölten,
Helmut Lindner, für die Verwendung von Gurten. Das Risiko, bei einem
Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist für nicht angeschnallte
Verkehrsteilnehmer bekanntlich siebenmal höher als für angegurtete.
Der Gurt verhindert nämlich, dass Insassen aus dem Fahrzeug
geschleudert werden. Er reduziert zudem die Häufigkeit und die
Schwere von Verletzungen des Brustkorbs, des Kopfes, des Gesichtes
und der Augen sowie an den Beinen. So wären beispielsweise bei einer
Erhöhung der Anschnallquote auf 95 Prozent in Niederösterreich 30
Verkehrstote pro Jahr vermeidbar, argumentiert man beim Kuratorium.
Die derzeitige "Trinkgeld"-Strafe von 100 Schilling stelle für
Gurtenmuffel keinen Anreiz zu einer Verhaltensänderung dar. Das
Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert daher eine Erhöhung der
Strafe, wenn Gurten nicht verwendet werden.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312

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