Keusch: NÖ Landesrechnungshof konstatiert hohen IT-Nachhilfebedarf im Landwirtschaftsressort

Geldverschwendung und Chaos in VP-Ressorts kosten Niederösterreichs Steuerzahler Millionen

St. Pölten, (SPI) - Unkoordinierte Anschaffung von Hard- und Software, Übergehung von gesetzlichen Vorschriften und Normen, gesetzwidrige Nutzung von Software, die sogar zu juristischer Verfolgung führen könnte, IT-Beauftrage ohne Schulung, wirre Verknüpfungen zwischen Verwaltungs- und Schulbereich und Lehrkräfte, die Schulungscomputer als Privatrechner nutzen. Dies sind nur einige Auszüge aus dem jüngsten Rechnungshofbericht des Landes Niederösterreich über die Zustände im Bereich der landwirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen, für die das Agrarressort sowie LH Erwin Pröll verantwortlich sind. "Es ist wohl ein schlechter Scherz, wenn die ÖVP eine nicht vorhandene Technologieoffensive ‚daherreden‘ will, gleichzeitig aber nicht einmal die Informationstechnologie und die EDV in ihren eigenen Ressorts im Griff hat", kritisiert der Finanzsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg Eduard Keusch.****

Der jüngste Rechnungshofbericht zeigt, dass Millionen an Steuergeldern sinnlos verschleudert wurden. Es erfolgte keine koordinierte Beschaffung der Hard- und Software, sondern jeder Lehrer bzw. Verantwortliche konnte lustvoll anschaffen, was er wollte. Das dabei klare Anweisungen nicht eingehalten wurden, kümmert offensichtlich niemanden. Für die 585 Rechner in den landwirtschaftlichen Fachschulen gibt es weder ein Entwicklungskonzept, noch eine entsprechende Netzwerkkonfiguration. Unterschiedlichste Betriebsysteme agieren nicht nur neben-, sondern auch gegeneinander, Zugriffe aus dem Verwaltungsbereich in den Schulbereich sind ebenso möglich wie umgekehrt. Die landwirtschaftlichen Fachhochschulen kennen offensichtlich auch keine Angst vor Viren - denn ein Schutz ist praktisch nicht vorhanden. Sensible Daten sind nicht passwortgeschützt, Sicherheitsbestimmungen wurden locker übergangen. Breit und bunt ist die Palette der eingesetzten Software - ja fallweise wurde Software öfters installiert, als Lizenzen angekauft wurden. Im Bereich der öffentlichen Verwaltung wohl kaum tolerierbar.

"In einigen Ressorts des Landes Niederösterreich ist eine IT-Offensive offensichtlich dringend notwendig. Es ist zu hoffen, das die politisch verantwortlichen Ressortleiter sich diesen Rechnungshofbereicht zu Herzen nehmen und endlich einmal Ordnung schaffen. Ein derartiges Chaos ist nicht nur ein schlechtes Aushängeschild für Niederösterreichs Schulen, es werden auch Millionen von Steuermitteln verschleudert", regt der SP-Finanzsprecher die VP-Verantwortlichen an, endlich einmal für Ordnung in ihren Ressorts zu sorgen.
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