Sima zu Schweinemast-Skandal: "Auf welche Fakten will Molterer noch warten?"

"Offenbarungseid von Molterer gefordert: Ministerium hat jahrelang verschleppt"

Wien (SK) Nach den immer klarer werdenden Hinweisen, wonach das Landwirtschaftsministerium schon seit Jahren von den illegalen Zuchtpraktiken in der Schweinemast weiß, fordert SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima einen Offenbarungseid von Minister Molterer. "Der Minister gibt sich nun überrascht und will nach eigenen Angaben auf weitere Fakten warten. Dabei liegen diese seit Jahren auf dem Tisch", ist Sima empört. Sie fordert die Offenlegung sämtlicher Schritte, die das Landwirtschafts-Ministerium im letzten Jahr zur Bekämpfung der illegalen Verabreichung von Antibiotika in der Tierzucht unternommen hat. "Die Liste des Ministers wird vermutlich sehr kurz sein. Denn bis heute gibt es keine ausreichenden Aufführungsverordnung zur Ahndung des illegalen Medikamenten-Besitzes. Jahrelang wurde in vollem Wissen um die dramatischen Zustände in der Schweinezucht in Österreich bewusst vertuscht und geschwiegen, die Hinweise von Tierärzten und Tierschützern einfach ignoriert." ****

Die Umweltsprecherin forderte gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die sofortige Verschärfung des Lebensmittelgesetzes, um endlich eine juristische Handhabe gegen den illegalen Medikamenten-Einsatz zu haben. Darüber hinaus müsse auch der Besitz illegaler Tierarzneimittel strafbar sein und das Strafausmaß drastisch erhöht werden. "Die derzeit lächerliche Verwaltungsstrafe schreckt keinen ab. In schwerwiegenden Fällen müssen auch Haftstrafen verhängt werden", so Sima. Abschließend fordert die Umweltsprecherin verschärfte Kontrollen, sowohl auf den Bauerhöfen, als auch bei Herstellern und Importeuren. "Die nun vorliegenden Fakten müssen wohl auch für Landwirtschaftsminister Molterer ausreichen, um endlich zu handeln! (Schluss) se/mm

Rückfragehinweis: Ulli Sima, 0664/23 063 67

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